Mehr Fahrzeuge für Rettungsdienst: Hilfe soll schneller kommen

Mit Blaulicht: Im Notfall kommt es auf jede Minute an. Foto: dpa

Waldeck-Frankenberg. Die Helfer sollen im Notfall im Landkreis ab sofort schneller beim Patienten sein und die dabei vorgesehenen gesetzlichen Fristen besser einhalten.

Für den Rettungsdienst stehen nun mehr Fahrzeuge und mehr Personal zur Verfügung. Die Aufstockung konzentriere sich dabei auf Bad Arolsen, Korbach und Frankenberg, teilten Vertreter des Landkreises am Dienstag in einem Pressegespräch mit. Dort stehen nun täglich drei - an Wochenenden und Feiertagen vier - zusätzliche Rettungsfahrzeuge und rund 20 Mitarbeiter mehr für Einsätze bereit. An anderen Stellen wurden die Zeiten, in denen Fahrzeuge der Wache zur Verfügung stehen, erweitert. Insgesamt will der Landkreis so seine Kapazitäten um rund zwölf Prozent verbessern.

Die Einhaltung der gesetzlichen Hilfsfristen (siehe Hintergrund) sei im vergangenen Jahr immer wieder öffentliches Thema gewesen, sagte der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf. Man habe sich aber bereits seit 2013 damit beschäftigt und den tatsächlichen Bedarf analysieren lassen. Mit dem Ergebnis, dass das Angebot nun ausgebaut wurde. Der Bedarf solle auch künftig regelmäßig überprüft werden. Die Gewährleistung des Rettungsdienstes sei ein gesetzlicher Auftrag für den Landkreis, „eine wichtige, ja sogar lebenswichtige Aufgabe“, erklärte Deutschendorf.

Es gehe vor allem darum, in den Spitzenzeiten wochentags zwischen 9 und 15 Uhr Duplizitätsfälle zu vermeiden, sagte der Ärztliche Leiter im Rettungsdienst, Dr. Rudolf Alexi. Diese entstehen, vereinfacht gesagt, wenn in einem Notfall der nächstgelegene Rettungswagen schon im Einsatz ist und man auf weiter entfernte Helfer ausweichen muss. Dadurch kann es länger dauern, bis Hilfe beim Patienten ankommt. Mit dem neuen System will man hier weitgehend für Abhilfe sorgen. (mam)

Wie die Regelungen im Details aussehen, und welche Rettungswachen den Landkreis versorgen, lesen Sie in den gedruckten Mittwochsausgaben der HNA in Waldeck-Frankenberg.

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