Schultourismus im Landkreis: Mehr Busse müssen eingesetzt werden

Busverkehr: Unser Bild zeigt die Buslinie 555 nach Frankenberg an der Haltestelle Herzhausen. Foto: Rösner

Waldeck-Frankenberg. Schüler gehen auf andere Schulen, als eigentlich gedacht: Der so genannte Schultourismus stellt den Kreis als Schulträger vor Probleme.

Die freie Schulwahl in Hessen könne nur mit großem finanziellen Zusatzaufwand realisiert werden, das erklärt der Kreisausschuss in einer Vorlage für das Parlament.

Demnach werden dafür zusätzliche Fahrzeuge benötigt. Denn Schultourimus heißt: Schüler besuchen nicht für ihren Wohnsitz nächstgelegene mögliche Schule, sondern - etwa, um dort bestimmte Unterrichts-Angebote wahrnehmen zu können - eine Schule in einem anderen Ort. Und das sogar über Kreisgrenzen, wie in Adorf, wo es um die Finanzierung der Schülerbeförderung aus Westfalen dorthin geht. Dafür wurde jetzt eine Kompromisslösung im Schulausschuss des Kreistags vorgestellt - Gemeinde Diemelsee, Kreis und Eltern sollen sich die Finanzierung aufteilen. Dies ist allerdings noch von der Zustimmung der westfälischen Seite und des Regierungspräsidiums abhängig.

Doch auch kreisintern gibt es solche Ströme. Dadurch würden sich „unerwünschte Effekte“ ergeben, so der Kreisausschuss. Der Vorteil, dass einige Schulen zusätzliche Schüler bekommen, gehe zu Lasten anderer Schulen: So besuchten 42 Schüler aus Korbach das Gymnasium in Willingen mit der Folge, dass die Buskapazitäten zum Teil die „Grenzen des Zumutbaren überschreiten“ würden. (mam)

Wo es noch solche Schultourismus-Ströme im Kreis gibt, lesen Sie in den gedruckten Mittwochsausgaben der HNA in Waldeck-Frankenberg.

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