Nach Entdeckung des Virus' H5N8 in einer toten Wildente

Vogelgrippe: Kreis Waldeck-Frankenberg droht mit Bußgeld bei Verstoß gegen Stallpflicht

Sie müssen im Stall bleiben: Ausnahmen sind kaum möglich, sagt das Kreisveterinäramt. Symbolfoto:  dpa

Waldeck-Frankenberg. Angesichts der Vogelgrippe will der Landkreis jetzt verstärkt gegen Geflügelhalter vorgehen, die sich nicht an die Stallpflicht halten.

Auch in Waldeck-Frankenberg wurde das Virus H5N8 in einer toten Wildente entdeckt.

Seit vergangener Woche sind deshalb alle Geflügelhalter in Hessen verpflichtet, ihre Tiere im Stall zu lassen und Maßnahmen zur Biosicherheit einzuhalten. „Das Veterinäramt wird die Aufstallung restriktiv durchsetzen“, sagt Landwirtschaftsdezernent Fritz Schäfer. Ausnahmen seien kaum möglich. Bei Nichteinhaltung drohen Bußgelder.

Bei Aufstallungen sei wichtig, dass Geflügel mit keinerlei Wildvögeln oder deren Ausscheidungen Kontakt habe. „Das heißt nicht zwingend, dass die Tiere immer in einen Stall müssen“, so Dr. Martin Rintelen, Fachdienst-Leiter Veterinärwesen. „Sie dürfen auch in einen von allen Seiten geschützten Auslauf, wenn er so eingerichtet ist, dass keine Wildvögel oder deren Ausscheidungen hinein gelangen können.“ Denkbar seien Wintergärten, Pavillons und Zelte.

Damit sich die Tiere in den Ställen wohler fühlen, rät das Veterinäramt, Ausweichmöglichkeiten zum Scharren und Picken anzubieten. Das kann durch attraktives Beschäftigungsmaterial geschehen, das jeden Tag ein bisschen variiert werden sollte: Das könnte unter anderem Stroh, Picksteine, Getreide oder Altbrot sein.

Weitere Infos: www.landkreis-waldeck-frankenberg.de(„Bürgerservice“, „News und Aktuelles“).

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