Weitere 5,5 Millionen benötigt

Kreiskrankenhaus Frankenberg kündigt schmerzhafte Einschnitte an

Idyllisches Bild, schwierige Lage: das Kreiskrankenhaus in Frankenberg. Archivfoto: Müller

Waldeck-Frankenberg. Das Kreiskrankenhaus in Frankenberg braucht einen weiteren Zuschuss von insgesamt 5,5 Millionen Euro, um seinen Fortbestand zu sichern.

Gleichzeitig kündigt Geschäftsführer Ralf Schulz mit Blick auf laufende Tarifgespräche schmerzhafte Einschnitte an. Das erklärten Landkreis und Kreiskrankenhaus am Mittwoch in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Der Kreisausschuss habe sich dafür ausgesprochen, das Eigenkapital des Hauses bis 2017 stufenweise um insgesamt 5,5 Millionen Euro zu erhöhen. Eine entsprechende Empfehlung an den Kreistag für die anstehenden Haushaltsberatungen 2015 wurde abgegeben.

Es wäre nicht die erste finanzielle Unterstützung, die der Landkreis für das Krankenhaus in jüngster Zeit aufbringen muss. Im vergangenen Jahr erfolgte eine Erhöhung des Stammkapitals um 1,5 Mio. Euro.

Hintergrund sind die Verluste, die das Kreiskrankenhaus zuletzt eingefahren hat. Erst in der vergangenen Woche waren die geprüften Abschlüsse für das vergangene und das laufende Jahr im Aufsichtsrat besprochen worden. Demnach liegen die Verluste in beiden Jahren bei insgesamt rund 5,8 Mio. Euro. Laut der im Kreisausschuss ebenfalls beschlossenen Mittelfristplanung wird sich der Verlust der Klinik bis zum 2017 auf insgesamt rund 8,257 Millionen Euro steigern, hieß es dazu am Mittwoch weiter.

Liest man die Mitteilung von Kreis und Klinik richtig, soll offenbar auch beim Personal gespart werden. Er setze große Erwartungen in die laufenden Tarifgespräche, schreibt Geschäftsführer Ralf Schulz. Es werde zu großen und schmerzhaften Einschnitten kommen und er erwarte, dass sich die Gewerkschaften deutlich bewegen. (mam)

Wie die Beteiligten die Aussichten für das Krankenhaus einschätzen, lesen Sie in den gedruckten Donnerstagsausgaben der HNA in Waldeck-Frankenberg.

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