Landwirte beklagen einen Preisverfall bei Lebensmitteln

Vöhl. Der Preisverfall bei Lebensmitteln war Thema bei der Ortslandwirteversammlung in der Vöhler Henkelhalle. Kreislandwirt Fritz Schäfer beklagte, dass Nahrungsmittel immer billiger würden.

Dies habe den Landwirten bereits vor der Ankündigung von Aldi, den Milchpreis zu senken, zu schaffen gemacht. „Der Milchpreis rutscht an die 30 Cent pro Liter ran. Das ist nicht erträglich“, sagte Schäfer. Den Boykott Russlands, westliche Lebensmittel einzuführen, ließ er für den Druck seitens der „Handelsriesen“ nicht als Ausrede gelten. „Vom deutschen Milchexport sind in den letzten Jahren gerade mal 1,8 Prozent nach Russland gegangen, und das überwiegend als Käse“, sagte Schäfer.

Heinrich Heidel verdeutlichte die Auswirkungen des aktuellen Preisverfalls für die Landwirte in Waldeck-Frankenberg. Bei einem Preisverfall von einem Euro pro Doppelzentner Getreide gingen jährlich 1,5 Millionen verloren. Solche finanziellen Auswirkungen habe auch jeder Cent weniger beim Milchgeld. Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert kritisierte „die Verkennung des Wertes von Nahrungsmitteln“. Er forderte mehr Regionalität und nachhaltige Qualität, statt Masse und Niedrigpreise. (nz)

Mehr über die Ortslandwirteversammlung lesen Sie in der Waldeckischen und Frankenberger HNA von Sonntag.

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