Interview: Das sind Alternativen zu Antibiotika

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Aloe Vera und Honig: Diese Mittel setzt Manuela Hannich neben anderen als Antibiotika-Ersatz ein.

Frankenberg/Goddelsheim. Es müssen nicht immer synthetisch hergestellte Antibiotika sein. Bei leichten bis mittelschweren Krankheiten können auch natürliche Antibiotika helfen.

Welche Alternative es zu künstlichen Antibiotika gibt, das schildert die Kinesiologin und Cranio-Sacral-Therapeutin Manuela Hannich aus Goddelsheim im Interview unserer Zeitung.

Wie gefährlich sind künstliche Antibiotika? 

Manuela Hannich: Es hat sich in den letzten Jahren herausgestellt, dass viele Menschen Resistenzen gegen Antibiotika entwickelt haben, weil diese zu oft verschrieben und eingenommen werden. Das ist ein sehr großes Problem. Es ist deshalb wichtig, dass die Menschen wieder aufmerksamer für Symptome werden und somit bewusster im Umgang mit Medikamenten.

Sollte generell auf die Einnahme von Antibiotika verzichtet werden? 

Hannich: Auf die Einnahme kann nicht verzichtet werden, da es Krankheiten gibt, die die Einnahme von Antibiotika erfordern. Eine harmlose und normal verlaufende Krankheit, wie eine normale Grippe, könnte aber auch mit pflanzlichen Mitteln behandelt werden, was meist eine längere Behandlungsdauer erfordert. Wir müssen uns wieder bewusst machen, dass Antibiotika absolute Notfallmedikamente sind.

Pflanzenmedizin gegen Bakterien - funktioniert das? 

Hannich: Pflanzliche bzw. natürliche Antibiotika können Bakterien, Viren und Pilze abtöten. Denn Pflanzen bilden Stoffe, die ihnen dabei helfen, sich vor den Schadstoffen der Umwelt zu schützen. So wirken diese Stoffe auch im menschlichen Körper. Künstliche Antibiotika wirken grundsätzlich nur gegen Bakterien. Eine Aufklärung darüber wäre sicher sinnvoll, um unnötige Einnahmen zu verhindern.

Bei welchen Krankheiten können natürliche Antibiotika eingesetzt werden? 

Hannich: Natürliche Antibiotika können bei leichten bis mittelschweren Krankheiten eingesetzt werden. So wird der Zistrose nachgesagt, dass sie als Tee-Umschlag bei Neurodermitis hilft. Ich persönliche trinke den Zistrosen-Tee bei einer Erkältung. Dabei ist auch ein natürlicher Honig vom Imker hilfreich, da er viele Vitamine und Enzyme enthält sowie die Atemwege frei macht. Schleimlösend sind beispielsweise die Wirkstoffe des Spitzwegerichs. Zur Förderung einer Wundheilung kann eine Ringelblumensalbe benutzt werden.

Die Aloe Vera wirkt kühlend und entzündungshemmend bei Wespenstichen, Insektenstichen, Sonnenbrand und bei Hauterkrankungen. Wichtig ist, dass sie nur natürliche Inhaltsstoffe enthält. Entzündungshemmend wirkt außerdem schwarzer Tee. Im Kampf gegen Bakterien, Viren und Pilzen allgemein ist Grapefruitkernextrakt ein bekanntes Mittel. Natürlich wird es auch Ausnahmen geben, bei denen eine Anwendung nicht hilfreich sein kann.

Von Lena Wenzel 

Wie natürliche Antibiotika wirken, ob Nebenwirkungen zu befürchten sind, was man bei der Einnahme falschmachen kann und weitere Details lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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