Inklusives Sommerfest der Aktion für Behinderte Menschen

Mit allen Sinnen: Mit geschlossenen Augen rochen Amy und Samira an den Dosen, die sie anschließend der richtigen Probe zuordnen mussten.

Goddelsheim. Ein gelungenes Fest mit vielen Aktionen war das inklusive Sommerfest, zu dem die Stadt Lichtenfels mit der Aktion für behinderte Menschen Waldeck-Frankenberg in und um die Mehrzweckhalle Goddelsheim eingeladen hatte.

Unterstützt von heimischen Vereinen, Kindergärten, Kirche und regionalen Institutionen erlebten etwa 1000 Besucher ein unterhaltsames Programm mit Spiel, Spaß und Musik.

Ein Fahrdienst, den die Aktion für behinderte Menschen und die Johanniter organisiert hatten, brachte etwa 100 Bewohner von Einrichtungen aus Frankenberg, Frankenau, Haina, Korbach und Twiste nach Goddelsheim und zurück.

Auftakt war am Morgen ein Gottesdienst, mitgestaltet vom Posaunenchor und der Gitarrengruppe. Daran angeschlossen folgten Auftritte des Musikvereins Neukirchen, der Kindertanzgruppe „Mini-Bienen“ aus Sachsenberg sowie Lieder mit Gesang- und Tanzvorführungen, die die Kinder aller fünf Lichtenfelser Kindergärten einstudiert hatten.

Für Begeisterung beim Publikum sorgte der Auftritt der Trommelgruppe „Gunjoscha“ aus Battenberg. Sie demonstrierte, mit welchen Gegenständen rhythmische Percussion gemacht werden kann.

Flotte Rhythmen brachten auch die „Smiley Linedancer“ aus Korbach mit auf die Bühne, als sie eine Kostprobe ihres tänzerischen Repertoires vorstellten. Mit sportlichem Ehrgeiz absolvierten die Mannschaften der Alt-Herren Lichtenfels und des Lebenshilfewerkes Kreis Waldeck-Frankenberg ein Fußballspiel, das mit einem Unentschieden endete.

Aktionsreich ging es auch vor der Halle zu: Die Firma Friedhoff stellte Rollstühle zur Verfügung, mit denen die Besucher beim Befahren eines Parcours persönliche Erfahrungen machen konnten. Der Naturschutzbund half beim Bauen eines Nistkastens, und die Sachsenberger präsentierten an einem Stand ihr Städtchen mit Herz.

Ebenfalls dabei waren der Nationalpark Kellerwald-Edersee und Hessenforst, die über die Tier- und Pflanzenvielfalt in der Region informierten. Bei geschlossenen Augen mit allen Sinnen Gerüche erspüren, Geräusche erraten und Gegenstände, das fanden besonders die Kinder ganz toll.

„Ohne die Unterstützung der Städte und Gemeinden, Vereine und Institutionen wäre ein solches Fest nicht möglich.“

Zufrieden zeigten sich der Lichtenfelser Bürgermeister Uwe Steuber und Oberst a.D. Jürgen Damm, Vorsitzender der Aktion für behinderte Menschen Waldeck-Frankenberg, mit dem Verlauf des inklusiven Sommerfestes, das bereits seit elf Jahren an wechselnden Orten veranstaltet wird und dessen Ziel es ist, Menschen mit Behinderung ein besonderes Erlebnis zu ermöglichen.

„Ohne die Unterstützung der Städte und Gemeinden, Vereine und Institutionen wäre ein solches Fest nicht möglich“, dankte Jürgen Damm allen, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Der Spendenerlös aus dieser Veranstaltung ist für die Aktion für behinderte Menschen Waldeck-Frankenberg bestimmt.

Von Elke Müller

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