Jäger von Wildschwein angegriffen: 25-Jähriger am Arm und im Gesicht verletzt

Waldeck-Frankenberg. Zu einer schweren Auseinandersetzung zwischen einem Keiler und einem Jäger kam es am Dienstag in Lichtenfels.

Wie jetzt bekannt wurde, übte ein 25-jähriger Jäger aus dem Ruhrgebiet die Jagd in einem Lichtenfelser Revier seines Vaters aus. Der Jäger nutzte die Vollmondphase und beschoss aus einem Hochsitz heraus mit seiner Büchse den Keiler gegen 23.40 Uhr.

Auf den Schuss hin verschwand das Wildschwein zwischen ein paar Fichten im Wald. Der 25-Jährige verließ daraufhin den Hochsitz, um den Anschuss zu untersuchen. Ohne zu zögern betrat der Jäger die Fichtendickung und kroch mit Büchse und Lampe bewaffnet den Blutspuren hinterher. Als er ungefähr 20 Meter des Weges zurückgelegt hatte, griff der Keiler den Jäger unverhofft an und verletzte ihn am Unterarm und im Gesicht. Das Wildschwein ließ aber nach wenigen Sekunden von dem Jäger ab und suchte das Weite. Blutend konnte sich der Mann zum Auto retten.

Am nächsten Morgen wurde eine Nachsuche mit einem Schweißhund vorgenommen. Das Wildschwein lag in einer Wasserlache 400 Meter vom Anschuss entfernt. Die Kugel, die den Keiler getroffen hatte, war an einem Knochen zersplittert und hatte wichtige Organe des Wildschweins verletzt. Nach Angaben des Vaters befindet sich sein verletzter Sohn auf dem Weg der Besserung.

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Rubriklistenbild: © dpa

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