Kein Geschäft mehr im Ort: Markt in Sachsenberg schließt

Leere Schaufenster: Der Gutkauf-Lebensmittelmarkt in der Sachsenberger Ortsmitte ist geschlossen. Was aus dem Gebäude wird, ist noch nicht klar. Foto: Rösner

Sachsenberg. Der Lebensmittelmarkt Gutkauf im Lichtenfelser Stadtteil Sachsenberg ist geschlossen. Seit dem 20. April können Kunden dort nicht mehr einkaufen.

Das Geschäft an der Ortsdurchfahrt war im Oktober 2012 eröffnet worden, nachdem in demselben Gebäude im Frühjahr 2012 der Markt der Drogeriekette Schlecker wegen Insolvenz des Unternehmens geschlossen worden war.

Schon damals hatten sich die kommunalen Politiker um die Nahversorgung im Ort gesorgt. Sie hatten Hoffnung, als klar war, dass ein neues Geschäft einziehen würde. Die Eröffnung wurde gefeiert, der Andrang war zunächst groß. Doch laut dem Betriebsleiter hat es sich zuletzt nicht mehr gelohnt.

Seit 2013 gibt es auch die Molkerei in Sachsenberg nicht mehr, an die auch ein Laden angeschlossen war. „Wir haben uns bemüht, und die Sachsenberger auch“, sagte Bürgermeister Uwe Steuber der HNA in Bezug auf Gutkauf. Doch es habe sich schon länger abgezeichnet, dass der Betreiber den Lebensmittelmarkt nicht fortführen werde.

„Der Ort ist zu klein für ein solch relativ großes Geschäft“, erklärte Tobias Eckhard, der den Markt seit ungefähr anderthalb Jahren betrieben hat. Das Verhältnis zwischen der Zahl der Kunden und dem Aufwand für den Betreiber habe nicht gestimmt. „Die Kosten waren zu hoch.“ Auf 350 Quadratmetern Verkaufsfläche wurde ein Sortiment aus Lebensmitteln und Zeitschriften angeboten. Als der Lebensmittelmarkt in Sachsenberg 2012 mit einem anderen Betriebsleiter eröffnet wurde, waren zunächst sechs Mitarbeiter eingestellt worden. Tobias Eckhard führte den Laden nach eigenen Aussagen alleine, mit der Unterstützung einer Aushilfskraft. Er wird nun einen Markt in Gelnhausen eröffnen, teilte er mit.

Wie es mit dem Gebäude jetzt weitergeht, ist unklar, sagte der Inhaber El-Hasna-Hartmannn auf Nachfrage unserer Zeitung. „Bis jetzt gibt es keine Perspektive.“ Aus seiner Sicht wäre es sinnvoll, wenn sich ein Betreiber finden würde, der in der Nähe wohnt und einen stärkeren Bezug zum Ort hat als der bisherige.

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