Projekt startet

Mehr als 700 Kinder im Kreis können nicht schwimmen

Waldeck-Frankenberg. In den Grundschulen im Kreis gibt es viele Kinder, die nicht schwimmen können. Mit zusätzlichen Schwimmkursen wollen der Kreis und weitere Partner gegensteuern.

Betroffen sind laut einer Umfrage des Landkreises mindestens 717 von 5200 Schülern. „Wir lernen schwimmen“ heißt daher die Initiative, die am Montag im Korbacher Kreishaus vorgestellt wurde. Damit sollen möglichst alle Kinder im Landkreis künftig spätestens im zweiten Schuljahr schwimmen könne, erklärte Landrat Dr. Reinhard Kubat. Die Grundfähigkeiten könnten im dritten Schuljahr, in dem Schwimmunterricht laut Lehrplan stattfindet, gefestigt und ausgebaut werden.

Das Projekt, das von der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) und der Waldecker Bank unterstützt wird, richtet sich zunächst an 200 Grundschüler der zweiten Klassen, die bislang nicht schwimmen können. Ausgangspunkt sei die Situation in Korbach gewesen, erklärte Kubat weiter. Dort wurde das Hallenbad zunächst aufwendig saniert, aber kurz nach Neueröffnung 2012 wegen Mängeln schon wieder geschlossen. Im Winterhalbjahr ist dort daher kein Schwimmunterricht möglich. Daher stand zunächst Korbach im Fokus. Bei einer kreisweiten Umfrage an Grundschulen habe sich aber gezeigt, dass die Bädersituation vor Ort nicht direkt mit der Schwimmfähigkeit der Kinder zusammenhänge, sagte Matthias Schäfer, beim Landkreis Leiter des Fachdienstes Sport. Oder anders gesagt: Das Problem, dass Kinder nicht schwimmen können, existiere auch dort, wo es Bäder in der Nähe gibt.

Eher seien Gründe nach Ansicht der Schulen bei den Eltern zu suchen: von fehlender Motivation über Zeitmangel bis hin zu finanziellen oder religiösen Aspekten oder dem schlichten Grund, dass man sich auf das Schulschwimmen verlasse.

Von Matthias Müller

Wie genau das Projekt "Wir lernen schwimmen" abläuft und was konkret geplant ist, lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Waldeck-Frankenberg.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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