Migration wirkt als Motor: Neue Ausstellung im Bonhage-Museum

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Sie wirken an der Ausstellung mit: (von links) Journalistin Tanja Krienen, Medienkünstler Prof. Thomas Henke, Flüchtlingsberater Rufus Boehringer, Continental-Archivleiter Thomas Götze, Museumsleiter Dr. Wilhelm Völcker-Janssen, Museums-Mitarbeiter Peter Jatzko und vorn der vor 40 Jahren aus der Türkei nach Korbach gekommene Einwanderer Mustafa Topcu.

Korbach. Die Wanderausstellung „Hessen hybrid. Vom Kommen und Gehen in fünf Jahrhunderten“ ist ab Sonntag im Wolfgang-Bonhage-Museum Korbach zu sehen. Ihr Thema ist die Migration in Hessen, also die Auswanderung (Emigration) und Einwanderung (Immigration).

Hybrid meint gebündelt, gekreuzt oder gemischt. Die Ausstellung geht von dem Grundgedanken aus, dass Kultur und Identität nicht ewig und unveränderlich, sondern hybrid sind. Dass sie im Laufe der Geschichte neu entstehen, sich verändern und anpassen. Dass die Migration als ein Motor für Entwicklungen und Veränderungen wirkt.

Stationenparcours

Der Stationenparcours stellt Menschen vor, die nach Hessen gekommen oder nach Hessen ausgewandert sind: • die aus Frankreich geflüchteten Hugenotten (17. Jahrhundert) • die hessischen Soldaten im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (18. Jahrhundert) • die Amerika-Auswanderer und -Rückkehrer (19. Jahrhundert) sowie • die russlanddeutschen Einwanderer (20. Jahrhundert).

Ergänzt wird die Wanderausstellung in Korbach durch lokale Beiträge: durch Autobiografien des 1973 aus der Türkei nach Korbach gekommenen, ehemaligen Conti-Mitarbeiter Mustafa Topcu und der 1950 mit einem US-Soldaten von Korbach nach Amerika ausgewanderten Rosemarie Fischer-Jones.

Der zweite lokale Beitrag ist ein Filmprojekt des aus Korbach stammenden Medienkünstlers Prof. Thomas Henke (Bielefeld) mit dem Flüchtlingsberater Rufus Boehringer und der freien Journalistin/Bloggerin Tanja Krienen.

Von Andreas Hermann

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