Experte aus San Francisco

Nach Google-Campus: Amerikanischer Architekt baut Haus in Harbshausen

+
Das „Haus am See“ ist für Uwe und Claudia Weißflog wie eine Oase. Der Blick auf den Edersee und die geschmackvoll eingerichteten Räume mit buddhistischen Symbolen, und dazu die Klänge der Bassblockflöte – all das schafft eine Wohlfühl-Atmosphäre.

Harbshausen. „Ach Uwe, ich wollte schon immer mal was Kleines bauen." Das war die Reaktion des amerikanischen Architekten Erik Sueberkrop, als sein Freund Uwe Weißflog ihn bat, ein Haus zu entwerfen.

Der Architekt aus San Francisco hat mit seinem Büro „Studios Architecture" schon viel gebaut, auch den Campus des Google-Hauptquartiers in den USA. Und nun ein Holzhaus in Harbshausen, das „Haus am See".

Warm und angenehm wirkt der Hauptraum dank Dämmung und Pelletofen, während es draußen regnet und die bunten Blätter an den Bäumen am Ufer gegenüber kaum gegen die Tristesse des grauen Herbsttages ankommen. Der Blick richtet sich sofort Richtung See, und die Ansicht verändert sich ständig. Nebel zieht über den Wald, Gänse schwimmen über das wenige Wasser, das um diese Jahreszeit noch im Edersee ist.

Ein Ort der Ruhe 

Das Holzhaus besteht aus zwei Teilen, die miteinander verbunden sind. Der Hauptteil hat ein Schrägdach, und der Turm ist sieben Meter hoch. Der Balkon ist auf Säulen gebaut. Das Ehepaar Weißflog hat darum herum einen Blumengarten angelegt.

Das Haus ist am Hang in Harbshausen in einer Siedlung mit Ferienhäusern gebaut. „Es ist ein Ort zum Runterkommen“, sagt Uwe Weißflog. Kein Handy-Empfang, kein Internet, schlicht eingerichtete Räume. Seine Frau Claudia und er lieben dieses Haus, das neben Kassel ihr zweiter Wohnort ist. Es ist ein Ort der Ruhe und Einsamkeit, die wohltut.

Seit mehreren Jahren hat Uwe Weißflog einen Platz gesucht, wo er leben möchte und seine Seminare halten kann. Unter dem Namen „Pathway Guidance“ bietet er Veranstaltungen zu Lebensfragen an. Diese richten sich an Menschen, die „in ihrem Leben etwas verändern möchten“. Uwe Weißflog hatte ein Haus in Marienhagen. Durch Zufall ist er auf das Grundstück in Harbshausen gestoßen, wo zuvor ein Ferienhaus stand, das er abreißen ließ.

Mehr über die Bauweise des Hauses lesen Sie in der gedruckten Wochenendausgabe der HNA Waldeck-Frankenberg. 

Von Stefanie Rösner

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.