Lob nach Skispringen in Willingen: „Bester Weltcup überhaupt“

Großartige Stimmung an der Mühlenkopfschanze: An drei Tagen pilgerten knapp 47 000 Zuschauer ins Weltcup-Stadion. Foto: Worobiow

Willingen. Der krönende Abschluss des Weltcup-Wochenendes in Willingen war am Sonntag der Sieg von Andreas Wellinger. Besser hätte das Skisprung-Spektakel an der Mühlenkopfschanze nicht enden können.

„Wir können mehr als zufrieden sein. Von der Organisation her war es einer der besten Weltcups überhaupt“, sagte am Montag Jürgen Hensel. Und der Skiclub-Präsident weiß, wovon er spricht, schließlich war er bereits zum zehnten Mal OK-Chef. Während des Abschlussgesprächs mit dem Willinger wechselten sich draußen Regen- und Schneefälle ab - der Gegensatz zum Weltcup-Wochenende. „Wir haben mal wieder richtig Glück gehabt. Der Wetter-Gott meint es gut mit uns.“ Freitag und Samstag schien die Sonne, nur am Sonntag regnete es leicht. Doch pünktlich zum Start des Wettbewerbs hörte der Regen auf.

Und nicht nur das Wetter spielte mit: „Es gab kaum Rettungseinsätze. Auch den Springern ist nichts passiert, es gab nur einen leichten Sturz. Auch von Polizei-Seite her ist es ebenfalls ruhig verlaufen“, sagte Hensel.

Knapp 47.000 Zuschauer waren an den drei Tagen zur Mühlenkopfschanze gepilgert - 11.000 mehr als im Vorjahr. „Ich bin mit dieser Zahl mehr als zufrieden und habe damit wirklich nicht gerechnet. Knapp über 40.000 Zuschauer wären schon toll gewesen“, sagte Hensel. Schließlich ist es knapp zehn Jahre her, dass zuletzt so viele Fans zum Springen kamen.

Nicht nur der Schanzen-Crew und dem Anlaufteam bescheinigte Hensel „hervorragende Arbeit“, sein Dank richtete sich vor allem an 1400 freiwillige Helfer, die „Free Willis“, ohne die die Freiluftveranstaltung gar nicht möglich gewesen wäre. „Schon toll, wie alle an einem Strang ziehen.“ Ebenfalls zufrieden war Jürgen Hensel mit der Arbeit von ZDF, Eurosport und Radio NRW. Etwas zu bemängeln hatte der OK-Chef nicht: „Es gibt zwar immer zwei, drei Kleinigkeiten, die vielleicht nicht ganz rund laufen, das ist aber nicht der Rede wert.“

Auch von FIS-Renndirektor Walter Hofer gab es Lob: „Willingen hat rundherum ein äußerst positives Bild abgegeben. Ich kann derzeit nichts anmerken, was zu verbessern wäre. Es hat alles gepasst, die Verhältnisse waren top, genauso wie die Präparation der Anlage und die Organisation. Das waren beste Voraussetzungen für die Athleten und auch das Publikum ist toll mitgegangen“, sagte der Österreicher. „Wir haben ein tolles Wochenende mit einem vollem Haus erlebt, das freut mich sehr für den Veranstalter, weil er im Vorfeld irrsinnig viel Arbeit mit der Organisation hatte.“

Die Arbeit zahlt sich aus. Denn: Nach dem Weltcup heißt vor dem Weltcup. Das nächste Springen steht bereits in 361 Tagen an. Vom 26. bis 28. Januar 2018 werden die weltbesten Adler auf der Mühlenkopfschanze erwartet.

Gut verkauft hat sich Lokalmatador Stephan Leyhe bei seinem Heimspiel. Mit dem Team kam er auf Rang drei, am Sonntag im Einzelspringen sprang Platz 20 heraus. „Für Stephan ist es toll, wenn er dritt- oder viertbester Deutscher ist. Auf ihm lastet ja auch ein gewaltiger Druck beim Heimweltcup, das darf man nicht vergessen. Dem hat er sich gut gestellt“, lobte auch Hensel.

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