Natter sonnt sich im Garten am Edersee

Scheid. Einen ungewöhnlichen Fund machte Wolfgang Büchling in seinem Garten: Der Bewohner der Halbinsel Scheid fand zwischen den Pflanzen eine Schlange, die sich dort sonnt. Da er nicht wusste, um welches Reptil er sich handelte, fragte er bei der Korbacher HNA-Redaktion nach.

Und die erkundigte sich mit dem Bild, das Büchling von seinem Garten-Gast mitgeschickt hatte, beim Naturschutzbund. Maik Sommerhage beantwortete die Frage: Bei der Schlange handelt es sich um eine ungiftige Schlingnatter. Immerhin etwa 80 Zentimeter misst das Tier, das inzwischen regelmäßig beim Sonnen in dem Garten zu beobachten ist, sagte Wolfgang Büchling im Gespräch mit unserer Zeitung.

Nach Auskunft des NABU-Experten Sommerhage gibt es in Waldeck-Frankenberg wahrscheinlich nur Ringelnattern und Schlingnattern. Gelegentlich werde zwar eine Kreuzotter-Beobachtung gemeldet. Aber die Naturschützher gehen davon aus, dass die Tiere mit Schlingnattern verwechselt werden, da sie eine gewisse Ähnlichkeit haben. Manchmal werden auch Blindschleichen mit Schlangen verwechselt.

Ringelnattern werden im Kellerwald, am Edersee und im unteren Edertal beobachtet. Hinweise auf Schlingnattern gibt es aus dem Raum Volkmarsen, aus dem oberen Edertal und ebenfalls vom Edersee. Ringelnatter und Schlingnatter stehen beide unter Naturschutz, ergänzt der Bad Arolser, der beim Naturschutzbund-Landesverband in Wetzlar arbeitet.

Eine Natter sorgte Mitte Juni 2009 für Aufregung in Hatzfeld. Dort hatte eine Frau die Schlange auf dem Hof ihres Hauses gefunden. Ein Naturschutzbund-Mitglied fing das Tier damals ein und setzte es außerhalb an einem sicheren Ort wieder aus. (nh)

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