Neue Kita ab dem Sommer

Neben der Knöchelhalle am Rande von Sachsenberg soll der neue Kindergarten gebaut werden. Unser Archivbild zeigt die Halle nach der Fertigstellung im Jahr 2009. Foto: Archiv/nh

Sachsenberg. Schon zum nächsten Kindergartenjahr 2015/2016 soll eine neue Kita in Sachsenberg fertig sein. Die Ausschüsse haben am Donnerstag dafür gestimmt, dass die Stadtverordneten jetzt eine Entscheidung treffen.

Alle Fraktionen außer der Grünen wollen den Neubau neben der Knöchelhalle. Das Thema wurde heftig diskutiert.

Wie die Kinder im jetzigen Kindergarten im Ort untergebracht sind, sei nicht mehr zu verantworten, meinten einige. Eine schnelle Veränderung der Situation wünscht sich somit nicht nur Bürgermeister Uwe Steuber. Zum Beispiel was den Brandschutz betreffe, sei das Fachwerkhaus nicht zeitgemäß, sagte er. Das Gebäude sei auf dem Stand der 50er Jahre, sagte Friedrich Göge (CDU). Erzieherinnen hätten zudem bemängelt, dass es darin unangenehm riecht. Als „Ruine“ bezeichnete Eckhard Schnatz das Haus.

Derzeit gibt es in Sachsenberg 45 Kindergartenplätze und zwei Gruppen, die auf zwei Stockwerke verteilt sind. Träger des evangelischen Kindergartens ist die Kirche. Für einen Umbau würde die Stadt mit Kosten von bis zu 1,5 Millionen Euro rechnen. Ein Neubau würde den Angaben zufolge knapp eine Million Euro kosten.

„Wo sind helle Räume, wo ist Tageslicht“, fragte Kurt Lechky (SPD) mit Blick auf den bestehenden Kindergarten. Seine Fraktion sehne einen Neubau an anderer Stelle herbei. „Ein Umbau wäre ein Fass ohne Boden.“ Auch Friedhelm Emde, FDP, wurde deutlich: „Ich schäme mich, dass wir dort Kinder unterbringen.“

Dorli Rauch von den Grünen stand mit ihrer Ansicht alleine da. Sie will, dass der Kindergarten saniert und erweitert wird (HNA berichtete). Außerdem sehe sie es kritisch, dass nach den Plänen Kinder unter drei Jahren künftig mit den älteren in einer Gruppe betreut werden sollen. Rauch hat sogar Unterschriften gesammelt von Sachsenbergern, die den alten Kindergarten erhalten wollen. „Wir drehen uns im Kreis“, entgegnete Horst Wendt (WGL). Alle Argumente seien ausgetauscht, und jetzt müsse eine Entscheidung her. Das Architekturbüro Klaus Thielemann empfiehlt eine Ausschreibung in Modulbauweise und auch in schlüsselfertigem Bauen. Das Land würde laut der Stadt Lichtenfels 105 000 Euro übernehmen, und der Landkreis 20 Prozent der Baukosten. Ob gebaut werden soll, entscheiden die Stadtverordneten am 7. Oktober, 19.30 Uhr im Bürgerhaus in Sachsenberg.

Von Stefanie Rösner

Wo die Vorteile und Schwerpunkte der neuen Kita liegen lesen Sie in der gedruckten Ausgabe der HNA Waldeck-Frankenberg.

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