Neuer Adorfer Windpark liefert Strom für 12.000 Haushalte

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Ein gelungener Startschuss: (von links) Leander Becker, Lenpower-Geschäftsführer Nils Niescken, Landtagsabgeordneter Armin Schwarz (CDU), der Adorfer Ortsvorsteher Klaus Pohlmann und Bürgermeister Volker Becker bei der windigen Eröffnung des Windparks Adorf-Martenberg.

Adorf. Knapp 180 Meter hohe Anlagen, ein Rotorendurchmesser von je 82 Metern und rund 1000 Tonnen Stahl, die verbaut wurden: Es bedarf allein einiger weniger Eckdaten, um festzustellen, dass nahe Adorf ein Windpark von besonderer Dimension entstanden ist.

In nur rund einem Jahr Bauzeit sind die zehn Windkraftanlagen von der Firma Lenpower aus Hannover erbaut worden. Rund 37 Millionen Euro wurden in den Windpark investiert, am 1. September sind alle zehn Anlagen in Betrieb genommen worden.

Nicht umsonst sprach Lenpower-Geschäftsführer Niels Niescken von einem „Projekt, das sehr schnell ging“. Anlässlich der offiziellen Eröffnung des Windparks Adorf-Martenberg waren am Samstag zahlreiche Besucher gekommen. Gemeinsam mit Vertretern der Windenergiefirma überzeugten sie sich von den gewaltigen Anlagen und deren Leistungsfähigkeit. „Der Park versorgt rund 12.000 Haushalte“, sagte Bürgermeister Volker Becker. „Wir produzieren mit unseren 73 Windkraftanlagen in der Gemeinde Diemelsee mehr Strom, als wir tatsächlich benötigen“, erklärte der Rathauschef weiter. Die technischen Möglichkeiten erlauben es laut Becker aktuell noch nicht, die Energie zu speichern und zu späteren, windschwachen Zeitpunkten zu verwenden. Becker dankte Bauleiter Jochim Vogel, der mit seinem Team aus Unternehmen der Region die größte Baumaßnahme der vergangenen Jahre in Diemelsee umgesetzt habe.

Geschäftsführer Niescken dankte den Mitarbeitern des Projektes und blickte zugleich auch in Zukunft: Dann nämlich sollen eine Aussichtsplattform sowie ein Informations-center zum Thema erneuerbare Energien im Windpark entstehen. „Das Werben um Akzeptanz für solche Projekte ist elementar“, betonte Landtagsabgeordneter Armin Schwarz (CDU). Er betonte, dass der zweite Schritt der Energiewende nun sein müsse, technische Möglichkeiten zu finden, wie Energie gespeichert werden kann.

Adorfs Ortsvorsteher Klaus Pohlmann dankte den „zuverlässigen Partnern“, die die Firma Lenpower an ihrer Seite gehabt habe. Die Firma Neeb lud Pohlmann direkt zum nächsten Adorfer Freischießen im Jahr 2017 ein. Schließlich hatte der Kranverleih eines seiner Fahrzeuge zur Verfügung gestellt, um den Hering zum Ende des Freischießens traditionell zu begraben.

Becker: Grenzen erreicht

Dass die Gemeinde nun an ihre Grenzen beim Finden weiterer Flächen für erneuerbare Energien stoße, betonte Bürgermeister Becker. „Der Naturpark gibt uns seine Grenzen vor, die wir einhalten werden“, sagte er. Eine Möglichkeit sei das Repowering, bei dem alte durch effizientere Anlagen ersetzt werden. (ld)

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