Neues Führungsduo im Rehazentrum Bathildisheim hat Arbeit aufgenommen

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In der Segenskapelle des Bathildisheims: (von links) Herbert Weygandt, der neue Vorstand Hans-Jürgern Scherer und Christian Geyer und Helmut Hausmann.   

Bad Arolsen. Der neue Vorstand des Bathildisheims hat seine Arbeit aufgenommen. Christian Geyer ist neuer fachlicher Vorstand, Hans-Jürgen Scherer ist der kaufmännische Vorstand.

50 Bewerber haben sich vorgestellt, erklärte Ulrich Welteke, Vorsitzender des Aufsichtsrates im Bathildisheim. Jetzt soll ein neuer Kurs gefahren werden. Beide Bereiche – Behindertenhilfe und Berufsbildungswerk – sollen intensiver zusammenarbeiten. „Das eine funktioniert ohne das andere nicht“, sagte Hans-Jürgen Scherer (49 Jahre). Das Bathildisheim solle als ein Unternehmen dargestellt werden.

Die Umstrukturierung und Zusammenlegung werde aber auch personelle Konsequenzen haben. Eine „Kündigungswelle“ werde es aber nicht geben, vielmehr sollen Arbeitsabläufe optimiert werden. Seit längerer Zeit finden Gespräche mit den Mitarbeitern statt, viele gute Ideen der hochmotivierten Mitarbeiter seien dabei aufgenommen worden.

Neue Ausbildungsberufe

Eine besondere Herausforderung werde das Berufsbildungswerk (BBW) sein, erklärte Christian Geyer. Die Kriterien, Jugendliche aufzunehmen, würden immer enger. Die Praxis der Bundesagentur habe sich verändert. Die BBW-Standorte in Mengeringhausen und Kassel müssten attraktiver gemacht werden und sich stärker am Markt positionieren. Derzeit werden 170 Jugendliche im BBW ausgebildet. In Spitzenzeiten waren es mal 260 junge Menschen mit Behinderungen. Neue Ausbildungsberufe sollen angeboten werden, ebenso sollen Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung geschaffen werden.

Mit gutem Beispiel will das Bathildisheim vorangehen, wenn es um das Thema Inklusion geht. Dezentrale Wohnangebote für Menschen mit Behinderungen im Sozialraum sollen ausgebaut werden. Der Wohnanlage „Haus Emilie“ in Volkmarsen wird ein Wohnheim in Wolfhagen folgen. „Wir sind darauf angewiesen, mit der Gessellschaft Konzepte zu erarbeiten“, sagte Christian Geyer (35 Jahre).

Eine neue Satzung wurde von den 55 Bathildisheim-Vereinsmitgliedern einmütig gefasst, erklärte Herbert Weygandt, Vorsitzender der Mitgliederversammlung.

Dank galt Erstem Stadtrat Helmut Hausmann (Vorstand im ehemaligen Geschäftsbereich Berufsbildungswerk) und Albert Schmidt (Vorstand ehemaliger Geschäftsbereich Behindertenhilfe). Beide hätten das Schiff auf Kurs gehalten. Hausmann sprach von einem erlebnisreichen Jahr mit schönen und dankbaren Begegnungen. Während dieser Zeit sei er mehr gefordert gewesen, als während der Leitung der Standortverwaltung.

Hintergrund: Der Aufsichtsrat des Rehazentrums Bathildisheim hatte den Vorstand des Berufsbildungswerkes (BBW) Klaus Winger vor einem Jahr mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben abberufen und ihn vom Dienst freigestellt. Damals hieß es, es habe Differenzen gegeben und das BBW sei in finanzieller Not, eine Umstrukturierung sei unumgänglich. Mit 800 Mitarbeitern ist das Rehazentrum Bathildisheim der größte Arbeitgeber Nordwaldecks. 1100 Menschen mit Behinderungen werden dort zurzeit betreut.

„Mit dem Bathildisheim haben wir ein solides diakonisches Unternehmen übernommen, das darüber hinaus ein bedeutender Arbeitgeber und anerkannter sozialer Dienstleister ist“, sagte Scherer.

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