Trompeter aus Leidenschaft

18-jähriger Roman Reese ist Instrumentalausbilder

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Instrumentalausbilder: An der Landesakademie Nordrhein-Westfalen hat Roman Reese aus Neukirchen seinen Ausbilder-Lehrgang erfolgreich bestanden. 

Neukirchen. Zum Üben mussten ihn seine Eltern nie überreden. Für Roman Reese hat das Trompete-Spielen schon immer dazugehört. Jeden Tag. Jetzt lernt der 18-Jährige nicht mehr nur selbst, jetzt ist er Ausbilder im Blasorchester geworden.

Zwei Schüler unterrichtet er schon. Einen C2-Lehrgang hat er absolviert. An sieben Wochenenden standen Musiktheorie und -geschichte, das Dirigieren und Unterrichten auf dem Lehrplan. Dann schaffte Roman Reese als der jüngste Teilnehmer in dem Kurs die Prüfung zum Instrumentalausbilder.

Den Ansatz aufbauen, lange Töne halten, die Namen der Töne und wie sie gegriffen werden - das alles bringt Roman Reese aus Neukirchen nun anderen bei. Und lernt selbst noch dazu. Drei bis fünf Jahre brauchen Trompeter für „eine gewisse Basis“, sagt er. „Es ist nicht nur spielen, es ist wie Arbeit“, fügt sein Vater hinzu. Roman Reese erklärt es so: „Trompete zu spielen ist wie eine neue Sprache zu lernen. Und die Töne zu erkennen ist wie ein Buch zu lesen.“

Roman Reese fiel das Trompete-Spielen von Anfang an recht leicht, erinnern sich seine Eltern. Als er fünf war, gingen sie mit ihm zur musikalischen Früherziehung. Vor allem aber hat die Familie den musikalischen jungen Mann geprägt. „Meine Geschwister haben auch Instrumente gespielt“, sagt er. Wenn es sich ergab, spielte Roman Reese der Familie vor. Je früher Kinder das lernen, desto besser, findet sein Vater, der Tuba spielt. Das gab dem Jungen damals Mut für Auftritte. Nur einmal war das Lampenfieber besonders groß. Vor fünf Jahren stand für ihn ein Solo mit der Brass-Band an. „Da habe ich viel gezittert.“

Jetzt nutzt Roman Reese das Musizieren als Ausgleich zum Lernen. Denn bald wird er wieder geprüft. Als Auszubildender im Bereich Fachinformatik. Diesen Beruf möchte er gerne weitermachen. „Die Musik soll ein Hobby bleiben“, so lauten seine Pläne. Er probt und spielt also weiter für den Musikverein Neukirchen, in Winterberg und in Hallenberg bei der Stadtkapelle.

Zusätzlich gehört er zu einer Brass-Band - eine Blechbläserformation - im benachbarten Hochsauerlandkreis. An sechs Wochenenden im Jahr treffen sich die Blechbläser. Besonders gerne erinnert sich Roman Resse an eine gemeinsame Reise nach Schottland mit sechs Konzerten.

Siegerplätze bei Musikwettbewerben hat Roman Reese schon erreicht. Er will sich weiterentwickeln und musikalisch auch mal was Neues ausprobieren. Er liebt verschiedene Stile. Ob alte Stücke mit viel Verzierung oder neue Elemente - wenn zum Beispiel nur auf dem Mundstück gespielt wird, um einen anderen Klang zu erzeugen. So erklärt es der 18-Jährige. Das nächste Mal zu hören ist er beim Frühlingskonzert in Neukirchen am 6. April.

Von Stefanie Rösner

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