Nicht mehr Straftaten durch Flüchtlinge im Kreis Waldeck-Frankenberg

Flüchtlinge in Mengeringhausen. Foto: Schulten

Waldeck-Frankenberg. Die gestiegene Zahl von Flüchtlingen in Waldeck-Frankenberg hat bislang zu keiner signifikanten Steigerung der Straftaten geführt.

Dies haben Polizei und die Bürgermeister im Landkreis auf Nachfrage unserer Zeitung gesagt und damit auch einer Vielzahl von Gerüchten und Falschmeldungen widersprochen, die aktuell vor allem im Internet auf Facebook kursieren.

„Die Polizei beobachtet, dass es am rechten Rand der Gesellschaft Personen gibt, die ganz bewusst Gerüchte streuen, um das subjektive Sicherheitsempfinden der Bevölkerung zu erschüttern und diffuse Ängste zu schüren“, berichtete Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß nach einem Treffen mit seinen Kollegen aus dem Südkreis und der Frankenberger Polizei.

Hintergrund für die nicht gestiegene Zahl der Straftaten ist nach Ansicht der Polizei, dass es im Landkreis keine größeren Erstaufnahmelager mit mehr als 500 Personen gibt. Bei einer zentralisierten Unterbringung der Flüchtlinge in einem Lager mit mehr als 500 Menschen, so beispielsweise die Beobachtungen der Polizei im benachbarten Landkreis Kassel, komme es durchaus zu einem Anstieg von Diebstählen und körperlicher Gewalt. Das liege an der räumlichen Enge der Erstaufnahmelager. Nach Erkenntnis der zuständigen Polizeibehörden sei bei mehr als 500 Menschen auf engem Raum wohl eine Grenze überschritten, die Agressionspotential freisetze, berichtete Bürgermeister Heß.

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hat seine Erstaufnahmeeinrichtungen in Korbach, Mengeringhausen und Gemünden jedoch auf 250 bis 350 Personen beschränkt. „Bei dieser Größe sind jedenfalls bisher noch keine sicherheitsrelevanten Aspekte aufgetreten“, sagte Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß. „Mir ist nicht eine Straftat bekannt, die im Zusammenhang mit Flüchtlingen steht“, sagte auch Waldecks Bürgermeister Jörg Feldmann. (lb/es/jpa)

Ein Beispiel, wie schnell ein Gerücht über einen angeblichenen Polizeieinsatz im Flüchtlingslager entsteht, und wie auch Gerüchte gezielt gestreut werden, lesen Sie in der gedruckten Mittwochausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Liebe Nutzer, anders als die meisten Artikel auf HNA.de können Sie diesen Text nicht kommentieren. Leider erreichen uns zum Thema Flüchtlinge so viele unangemessene und beleidigende Beiträge, dass eine gewissenhafte Moderation nach den Regeln unserer Netiquette kaum mehr möglich ist. Deshalb können Sie nur ausgewählte Artikel zu diesem Thema kommentieren. Wir bitten um Verständnis. 

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken, um Missbrauch zu vermeiden.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.