Partywochenende in Willingen endet fast in einer Tragödie

Alkohol im Spiel: Der Unfall am Sonntagmittag hätte leicht tödlich für einen oder mehrere der fünf betrunkenen Insassen enden können. Foto:  112-magazin.de

Neerdar/Bömighausen. Dieser Unfall hätte leicht auch in einer Tragödie enden können: Nach einem Partywochenende in Willingen sind fünf junge Männer aus dem Raum Fulda während der Heimfahrt mit ihrem Wagen verunglückt.

Die Männer, allesamt alkoholisiert, hatten Glück im Unglück und kamen leicht verletzt davon. Die fünf in den Jahren 1993 und 1994 geborenen Männer hatten nach Auskunft der Korbacher Polizei in Willingen gefeiert – und offenbar auch reichlich Alkohol getrunken. Ein 22-Jähriger, der offenbar am wenigsten „intus“ hatte, wurde am Sonntagmittag für die Heimfahrt in den Landkreis Fulda auserkoren. Weit kam das Quintett nicht.

Zwischen Neerdar und Bömighausen, einige hundert Meter hinter dem Abzweig nach Schweinsbühl, geriet der Fahrer gegen 13 Uhr mit dem Auto auf die rechte Bankette. Anschließend beschädigte der Kleinwagen insgesamt 13 Felder Schutzplanke, bevor der junge Mann am Steuer nach links gegenlenkte – und vollends die Kontrolle über das Auto verlor. Der Wagen schleuderte nach links über die Gegenspur, krachte gegen die Böschung, überschlug sich und kam auf dem Fahrzeugdach zum Stillstand.

Obwohl das Auto völlig zerstört wurde, kletterten die fünf jungen Männer leicht verletzt aus dem Wrack. Der Korbacher Notarzt und die Besatzungen von insgesamt drei Rettungswagen eilten zur Unfallstelle und versorgten die leicht bis sehr stark alkoholisierten Männer. „Dieser Unfall hätte durchaus Todesopfer fordern können“, sagte einer der eingesetzten Polizisten. Es sei ein Wunder, dass niemand ernsthaft verletzt wurde.

Weil nicht vollends geklärt war, ob der 22-Jährige, der angab gefahren zu sein, auch tatsächlich der Fahrer war, stellte die Polizei das Auto auf Anordnung der Staatsanwaltschaft sicher. Es sollten verschiedene Untersuchungen an dem Fahrzeug durchgeführt werden, um die Fahrereigenschaft eindeutig zu klären, hieß es von der Polizei. Den Führerschein des 22-Jährigen stellte die Polizei ebenfalls sicher. Bei ihm ordneten die Beamten eine Blutentnahme an.

Der jüngere Bruder des 22-Jährigen war offensichtlich mit den Maßnahmen der Polizei nicht einverstanden. Der 20-Jährige ging wiederholt nicht nur die Polizisten, sondern auch den Notarzt während der Behandlung an.

Da sich der von den fünf Männern am stärksten betrunkene und äußerst aggressive Mann trotz mehrerer Ermahnungen nicht zurücknahm, wurde er vorübergehend mit Handschellen gefesselt. Gegen den 20-Jährigen ergeht nun ein gesondertes Strafverfahren wegen des Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte. www.112-magazin.de

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