Qualität aus Hessen

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Qualitätsprodukt aus Hessen: Diese Fleischer präsentierten nach der hessischen Qualitätsprüfung 2017 ihre Urkunden, die vom Fleischerverband Hessen für besondere Produkte ausgestellt wurden.

Waldeck-Frankenberg. Nordhessen verfügt über eine besondere Vielfalt leckerer Wurst- und Fleischsorten. Landestypische Spezialitäten wie „Stracke“ oder „Weckewerk“ sind ebenso in den Waldeck-Frankenberger Fleischereien zu finden, wie auch „Bergschinken“, „Lyoner“ oder „Krakauer“.

Damit die Kunden des Fleischerhandwerks sich auch in Zukunft auf Qualität und Vielfalt beim Einkaufen verlassen können, setzen die Spezialitäten für Fleisch und Wurst auf die regelmäßige Überprüfung durch verschiedene, unabhängige Spezialisten – die sogenannte „Freiwillige Selbstkontrolle“ des Fleischerhandwerks. 70 verschiedene Fleisch- und Wurstwaren von insgesamt 21 Fleischerei-Fachbetrieben aus dem Landkreis wurden daher im Zuge der Überprüfung als „Qualitätsprodukt aus Hessen“ im Berufsbildungszentrum in Korbach ausgezeichnet.

Strenge Prüfung für gute Qualität

Grundlage dafür ist eine außerordentlich strenge Qualitätsüberprüfung, der sich die Fleischereien freiwillig unterziehen. Dabei werden Wurst- und Fleischproben aus eigener Produktion eingereicht und von externen Prüfern getestet. Diese Prüfung erfolgt zunächst in doppelter Weise: Fachrichtergruppen aus Lebensmittelüberwachung und Fleischerhandwerk testen die handwerklichen Produkte unter fachlichen Gesichtspunkten wie Aussehen, Zusammensetzung, Konsistenz, Geruch und Geschmack.

Außerdem untersucht das unabhängige Institut für Umweltanalytik mikrobiologisch und auf die Einhaltung lebensmittelrechtlicher Bestimmungen. „Wir machen Prüfung von neutralen Experten regelmäßig, zum einen, um uns selbst zu bewerten, zum andern auch, um unseren Kunden zu zeigen, dass wir auch halten können, was wir versprechen“, so Obermeister Hans-Georg Schneider aus Bottendorf. Besonders erfreulich sei, dass dieses Jahr 97 Prozent der geprüften Produkte sowohl in der Laboruntersuchung als auch in der sensorischen Prüfung die höchste Punktzahl erzielen konnten. Den Höhepunkt der diesjährigen „Freiwilligen Selbstkontrolle“ bildete jedoch die dritte, zusätzliche Prüfebene: Der Hausfrauenverbund Korbach prüfte, inwiefern die Erzeugnisse der regionalen Verbrauchererwartung entsprechen oder – um es auf den Punkt zu bringen – ob Fleisch und Würste den Kunden schmecken. Die Fleischer-Innung Waldeck-Frankenberg freute sich über die Beteiligung der Hausfrauen.

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PDF der Sonderseite Freiwillige Selbstkontrolle der Fleischerinnung Waldeck-Frankenberg

Jede dieser Überprüfungen verläuft anonym und unabhängig. Für das Team der Fleischer-Innung Waldeck-Frankenberg ist die Überprüfung der Qualität durch die Kunden die wichtigste Stufe der jährlichen Selbstkontrolle: „Die Betriebe des Fleischerhandwerks wissen genau, dass Kunden in Zeiten immer neuer Lebensmittelskandale noch mehr auf die Qualität der Lebensmittel achten.“ Daher ist das Urteil der erfahrenen Prüfer vor Ort immer noch das wichtigste. Denn für sie ist schon lange klar: „Qualitätsprodukte aus Hessen vom bekannten Fleischer nebenan schmecken immer noch am besten und sind sicher“, erklärte Geschäftsführer Gerhard Brühl von der Fleischer-Innung Waldeck-Frankenberg.

Kontrolle seit über 30 Jahren

Die „Freiwillige Selbstkontrolle“ in Hessen wurde von den hessischen Fleischermeistern vor über 30 Jahren als sensorische Kontrolle ins Leben gerufen. Damals wurden lediglich Aussehen, Geruch und Geschmack der handwerklich hergestellten Produkte überprüft. Anfang der 1980er-Jahre wurde die Prüfung dann um eine chemische Analyse erweitert, Mitte der Neunziger kam noch eine mikrobiologische Untersuchung hinzu. Damals wie heute wurden alle gut bewerteten Produkte mit dem Prädikat „Qualitätsprodukt aus Hessen“ und einer Urkunde aus dem hessischen Wirtschaftsministerium ausgezeichnet. Zusammen mit den Ergebnissen der „Freiwilligen Selbstkontrolle“ stehen die Betriebe der Fleischer-Innung Waldeck-Frankenberg also bei Qualität und Vielfalt an der Spitze. Damit das so bleibt, setzen die Fleischerei-Fachbetriebe auch künftig auf den Qualitätsgedanken ihres Innungswesens. (mjx)

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