Auf Rekordkurs: Arbeitsagentur meldet fast 3000 offene Stellen

Waldeck-Frankenberg. Einen neuen Höchstwert an offenen Stellen hat die Agentur für Arbeit in Korbach am Mittwoch in ihrem Arbeitsmarktbericht vermeldet. In den beiden Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder ist die Zahl auf 2944 gestiegen.

Der heimische Arbeitsmarkt präsentiere sich positiv in Frühjahrslaune. Saisonüblich sinkt die Arbeitslosenquote weiter auf jetzt 4,5 Prozent in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder, berichtete die Agentur für Arbeit in Korbach, die für beide Landkreise zuständig ist.

4,7 Prozent waren es noch vor einem Monat und vor einem Jahr gewesen. Aktuell sind 8207 Personen im Agenturbezirk Korbach arbeitslos registriert, 339 weniger als im März und 418 weniger als im April 2016.

Im Landkreis Waldeck-Frankenberg waren 3576 Personen im April arbeitslos gemeldet, 173 weniger als im Vormonat und 360 weniger als im Vorjahresmonat. Das entspricht einem Minus von 4,6 Prozent und von 9,1 Prozent. Die aktuelle Quote ist 4,1 Prozent, 4,3 Prozent waren es im März und 4,5 Prozent im April 2016 gewesen.

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit fällt in Schwalm-Eder geringer als in Waldeck-Frankenberg aus, wo sich vor allem binnen Jahresfrist die Anzahl der Jobsuchenden um das Sechsfache reduziert hat. Mit erfreulichen Minuswerten punkten alle Geschäftsstellen im Monats- wie Jahresvergleich, angeführt von Frankenberg und Bad Arolsen.

Der Stellenbestand in den beiden Landkreisen kratzt mit einem neuen Höchstwert von 2944 Offerten an der 3000er-Marke. Der Anstieg gegenüber Vormonat und Vorjahr liegt damit über dem hessischen Durchschnitt und ist höher als im Schnitt der letzten fünf Jahre. So wurden seit Jahresbeginn rund neun Prozent mehr Jobangebote als im Vorjahreszeitraum gemeldet. Mehr als die Hälfte davon entfällt auf „Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften“, gefolgt vom Baugewerbe und Verarbeitendem Gewerbe.

„Der wachsende Stellenbestand spiegelt den ungebrochenen Fachkräftebedarf der heimischen Wirtschaft, der aus dem sinkenden Arbeitslosenbestand nur schwer zu befriedigen sein wird“, bilanziert Agenturchef Uwe Kemper die aktuellen Arbeitsmarktdaten. Die Qualifikation und Integration von Migranten könnte hier langfristig ein Teil der Lösung sein. Grundsätzlich stünden jedoch Wirtschaft und Politik gemeinsam vor der großen Herausforderung, hier innovative Ansätze zur Mitarbeitergewinnung zu finden. (nh/jpa)

Rubriklistenbild: © dpa

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