Bürgernetz versorgt die Ortschaften der Gemeinde Diemelsee vom Dommelturm aus

Mit Richtfunk schnell ins weltweite Netz

Ab ins Internet: Per Richtfunk geht es jetzt auch in Diemelsee schneller . Foto:  Archiv

Deisfeld. Die Breitbandinternetversorgung in den Ortsteilen der Gemeinde Diemelsee hat jetzt auch Deisfeld erreicht. Möglich gemacht hat das die Firma ITfM aus dem Schwalm-Eder-Kreis mit ihrem Bürgernetz.

Aus einer Bürgerinitiative entstanden, hat sich das Unternehmen darauf spezialisiert, kleinerer Orte per Richtfunk mit Breitbandinternet zu versorgen, die die Telekom aus wirtschaftlichen Gründen nicht ans Kabel-DSL-Netz anschließen will. Deshalb habe man sich mit ITfM in Verbindung gesetzt, um allen Diemelseern den Anschluss ans schnelle Netz zu ermöglichen, sagte gestern Bürgermeister Volker Becker.

Strom aus Solarzellen

Von der Adorfer Dansenberghalle wird das Signal zum Dommelturm gesendet und von dort über Umsetzer an die Haushalte verteilt, sagte ITfM-Geschäftsführer Heinrich Kamper. Der am Dommelturm nötige Strom wird mit Solarzellen erzeugt und über Batterien abgesichert. Und: „Wir arbeiten beim Senden mit sehr geringer Sendeleistung. Es muss sich niemand um Elektrosmog sorgen.“

Im 100-Einwohner-Ort Deisfeld sind sechs der Interessenten bereits an das Funknetz angeschlossen, sechs weitere folgen laut Kamper in den nächsten vier bis sechs Wochen, wenn ein weiterer Umsetzer installiert werden konnte. 25 Euro pro Monat kostet eine Flatrate, mit der man so viel surfen kann, wie man möchte. Die Geschwindigkeit entspricht laut Kamper ungefähr DSL-3000.

Neben Deisfeld werden auch Schweinsbühl, Stormbruch und Ottlar vom Dommelturm aus versorgt. Willingen-Hemmighausen steht laut Kamper auf der Warteliste.

Für Bürgermeister Becker ist besonders erfreulich, dass die Kommune für die Breitbandversorgung in den Ortsteilen kein Geld ausgeben muss: „Das wäre bei der Telekom anders.“ (eds)

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