Bundesgesundheitsminister war zu Gast beim FDP-Neujahrsempfang im Christian Daniel Rauch-Museum

Rösler fordert mehr Transparenz

Sanfte Klänge: Schüler der Christian Rauch Schule unterhielten die Gäste des FDP-Neujahrsempfanges, hinten von links Otto Wilke, Dr. Philipp Rösler und Heinrich Heidel. Foto: Ulbrich

Bad Arolsen. „Das momentane Gesundheitssystem be -straft seine Beteiligten eher, als dass es sie für die Leistungen belohnt“, lautet eine der Kernaussagen von Bundesgesundheitsminister Dr. Philipp Rösler beim gestrigen Neujahrsempfang der FDP-Kreistagsfraktion in der Barockstadt. Die Rede des Ministers war der Höhepunkt der Veranstaltung im Christian-Daniel-Rauch Museum.

Vor 200 Gästen aus Politik und Wirtschaft sprach Rösler über die Probleme des Gesundheitssystems und die geplante Reform.

Dabei spannte der sympathische Minister gekonnt den Bogen zwischen ernsten Themen und ironischen parierten Anfeindungen aus der Opposition. Im Mittelpunkt stand aber die Diskussion um die Reform des Gesundheitssystems. Rösler sagte: „Wir müssen wieder einen fairen Wettbewerb erreichen.“ Dabei sollten die Beteiligten des Systems nach ihren Leistungen, die sie erbringen, auch belohnt werden. Dies sei momentan durch die unfaire Konkurrenz nicht gegeben.

Wechsel der Mentalität

Zu den konkreten Zielen und der Umsetzung der Reform sagte der Minister unter anderem: „Wir müssen einen Mentalitätswechsel erreichen. Dies sei unabdingbar für das Erreichen einer gerechten Reform und nur möglich, wenn man weg komme von der so genannten „Kontrollitis“, hin zum Vertrauen. Sonst könne ein deutsches Gesundheitssystem nicht funktionieren.

Rösler forderte mehr Transparenz und weniger anonyme Sachleistungen. Nicht außer Acht gelassen werden dürfe dabei der Gedanke der Solidarität, der bedeute, dass der Starke dem Schwachen helfe. Zwischen weiteren Reden und Begrüßungsworten von FDP-Kreis- und Kommunalpolitikern versammelte sich der liberale Tross mit seinen Gästen bei Snacks und Getränken, um sich in Gesprächen auszutauschen.

Zum Abschluss besuchten die Gäste des Neujahrsempfangs die Antiken-Ausstellung im Residenzschloss.

Von Nicolai Ulbrich

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