Schauspieler 1974 zu Gast in Korbach und Goldhausen

Der Spion, der Korbach liebte: Als Roger Moore in Nordhessens Goldgräberdorf war

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Geschüttelt oder gerührt? Der Korbacher Hotelier Ulrich Zabel bediente den Filmstar am Büffet.

Korbach-Goldhausen. Roger Moore spielte die Rolle des 007 so oft wie kein anderer. Am Dienstag starb er mit 89 Jahren. Als „Der Mann mit dem goldenen Colt“ sich 1974 die Ehre gab, war ganz Korbach aus dem Häuschen.

Roger Moore kam ins Waldecker Land, um für seinen neuen südafrikanischen Kinofilm „Gold“ in Deutschland zu werben, er trank Goldpils mit dem Bürgermeister und trug sich ins Goldene Buch der Stadt ein.

Die Sensation war perfekt: Punkt 10.30 Uhr traf der Filmstar am 29. August in Korbach ein. Mit einem Mercedes wurde er ins Goldgräberdorf Goldhausen gebracht. Dort traf er mit den beiden Bergleuten Schmutzer und Krüger zusammen, gab Autogramme, besichtigte den Korbacher Ortsteil und trug sich anschließend um 12.30 Uhr beim Empfang im Korbacher Rathaus ins Goldene Buch der Stadt ein. 

Vor allem in Goldhausen war der Rummel groß, berichtete die HNA-Partnerzeitung Waldeckische Landeszeitung vom 30. August 1974: Hartmut Scharfe war mit mehreren Volkstanz- und Musikgruppen zur Stelle, der Jugendspielmannszug der Schützengilde spielte auf, der Gemischte Chor Goldhausen sang – und die Geschützgruppe St. Barbara gab drei mächtige Böllerschüsse ab: „Roger Moore zuckte jedes Mal erschreckt zusammen – wer hätte das von einem James Bond und Simon Templer erwartet?“, kommentierte WLZ-Redakteurin Ulrike Schiefner (damals Beck) süffisant.

Goldstar in Goldhausen: Roger Moore und Luisa Mattioli zwischen Heinrich Zenke und Horst Bökemeier (rechts).

Am Dienstag erlag der Schauspieler mit 89 Jahren einem Krebsleiden.

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