Björn Pfeffermann fesselt Publikum im BAC-Theater mit Witz und Charme

Satirischer Trip zur Natur

Björn Pfeffermann in Aktion: Charity-Lady Gunilla ist hoch erfreut, dass ihre Stiftung „Golf für Afrika“ den Menschen in Afrika hilft. Foto:  Finke

Bad Arolsen. Der Kabarettist Björn Pfeffermann bot am Samstag dem Publikum im ausverkauften BAC-Theater eine exquisite Abendveranstaltung. In seinem Programm „Björn out“ analysiert er kritisch die moderne Gesellschaft, die sich von der natürlichen Lebensweise entfernt hat. Mit treffsicheren Pointen bot Pfeffermann den Gästen ein kurzweiliges Kabarettprogramm. „Das heutige Leben ist zu überfordernd - dafür braucht man ein Studium“, berichtet Pfeffermann.

Als stressgeplagter Journalist fährt er in den Wald, um dort Ruhe in der Natur zu finden und für ein Männermagazin eine Reportage zum (Über-)Leben im Wald zu schreiben. Doch ihn plagen weiterhin aktuelle Themen und er sinniert über politische Absurditäten. „Ich reg mich immer so auf. Es gibt aber auch so vieles, worüber man sich aufregen kann!“ Sei es die Autoindustrie, die Jugendsprache, Werbung oder falsch verstandener Umweltschutz.

Mit bissigen Pointen führt Pfeffermann das Publikum durch verschiedene aktuelle Themen. Doch auch Dinge, die wir glaubten vergessen zu haben, gehören zum Programm des gebürtigen Franken: „Die Böden sind nach Tschernobyl immer noch verstrahlt. Jedoch berichtet niemand mehr darüber. Wer möchte auch schon die nächsten zehn Millionen Jahre die gleichen Meldungen hören? Wenn man früher beim Pilzesammeln erfolgreich war, strahlte die Mutter - heute strahlt die ganze Familie.“

In dem Wald ist er jedoch nicht allein, sondern es treiben sich einige kuriose Gestalten herum. Sei es der Baumbesetzer Buchen-Bertold, dessen Baum schon seit sieben Jahren einen in der Krone hat, der Riesenbärenklau mit Integrationsproblemen oder die Charity-Lady Gunilla. Sie fährt mit einem Porsche Cayenne in den Wald, um die Natur zu genießen und hat die Stiftung „Golf für Afrika“ gegründet, damit sich die afrikanische Bevölkerung an den Grünflächen der Golfanlagen erfreuen kann. „Ab und an lassen wir die afrikanischen Kinder sogar ein wenig vom Rasensprenger trinken.“

Hochwertiges Programm

Neben diesen fiktiven Personen parodierte Pfeffermann auch Politiker wie Angela Merkel sehr treffend in Gestik, Mimik und Sprache. Jochen Kentel, erster Vorsitzender des BAC Theaters war erfreut, dass das Kabarettprogramm von Pfeffermann großen Anklang beim Publikum gefunden hat. „Wir leisten hiermit ehrenamtlich einen wichtigen Beitrag zum regionalen Kulturprogramm und es macht uns noch Spaß“, berichte Knetel. „Hierzu laden wir immer wieder Künstler aus ganz Deutschland ein, um ein hochwertiges Programm anzubieten.“ Das Fazit des Abends lautet: Die Zuschauer hat’s gefreut. (af)

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