Schulsozialarbeiter bekommen unbefristete Verträge

Waldeck-Frankenberg. Die Schulsozialarbeit wird ab dem neuen Schuljahr neu geregelt.

Wie berichtet, haben sich der Landkreis und das Land darauf geeinigt, die sozialpädagogischen Fachkräfte, die vor allem unterstützungsbedürftige Schüler begleiten und beraten, künftig unbefristet zu beschäftigen und sich die Finanzierung zu teilen.

Der neue Erlass

Ein neuer Erlass des Hessischen Kultusministeriums führt dazu, dass die Verträge aller Schulsozialarbeiter in Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder zum 31. Juli gekündigt werden. Ein neues Modell soll das seit 2008 bestehende ablösen. Lehrer hatten befürchtet, dass das Land weniger Geld zur Verfügung stellt und die Schulen sich künftig keine Schulsozialarbeiter mehr leisten könnten.

Neue Organisation

Die beiden Landkreise haben sich jetzt mit dem Land darauf geeinigt, dass sie jeweils für die kommunalen beziehungsweise die Landesaufgaben zahlen. Die verschiedenen Aufgaben übernimmt aber derselbe Schulsozialarbeiter an einer Schule. Das Motto laut Landrat Dr. Reinhard Kubat: „Eine Fachkraft, ein Anstellungsverhältnis, eine Lohnsteuerkarte.“

Die Schulsozialarbeit könne nun nach den Vorstellungen des Schulträgers, dem Landkreis, neu und verlässlich organisiert werden, hieß es am Montag bei einem Pressegespräch im Kreishaus.

Die Verträge

Bislang waren die Stellen der Schulsozialarbeiter befristet. Der Landkreis wird die bestehenden 15 Stellen in Waldeck-Frankenberg zum Schuljahr 2015/16 neu ausschreiben. Derzeitige Fachkräfte hätten gute Chancen, übernommen zu werden, kündigte Friedhelm Pfuhl vom Fachdienst Schulen an. „Die Schulen wünschen sich Kontinuität beim Personal.“

Geld aus Ganztagsbudget

Die Schulsozialarbeiter werden für 19,5 Stunden bezahlt. Für die Unterrichtszeit ergebe sich eine Arbeitszeit von circa 23 Wochenstunden. Diese teile sich künftig auf in zwei Drittel klassische Schulsozialarbeit und ein Drittel Ganztagsangebote. Die jeweilige Schule kann aus ihrem Ganztagsbudget oder aus dem „Großen Schulbudget“ ihren Anteil zahlen.

Angebote für Schüler

Ab dem Sommer werden die Schulsozialarbeiter neben individueller Betreuung der Schüler nicht mehr mit in den normalen Unterricht gehen, sondern Ganztagsangebote machen. Diese beziehen sich auf soziale Themen wie zum Beispiel Stressbewältigung und Streitkultur.

Mehr Schulsozialarbeit

Der finanzielle Anteil des Kreises beträgt pro Jahr etwa 350.000 Euro für die Schulsozialarbeiter an den 15 Schulen. Weitere Schulen der insgesamt 55 in Waldeck-Frankenberg können sich bewerben, wenn sie eine solche Fachkraft über den Schulträger anstellen wollen, kündigte Pfuhl an. „Wir können um drei bis vier aufstocken.“

Rubriklistenbild: © dpa

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