Seniorenzentrum Lichtenfels soll umgebaut werden

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Das Pflegezentrum Lichtenfels in Rhadern soll sich künftig auf die Betreuung von Demenzkranken spezialisieren. Dafür sind neue Wohngruppen zu gestalten.

Rhadern. Mehr Platz für pflegebedürftige Menschen, zeitgemäße Betreuung, sichere Arbeitsplätze: Der Standort Rhadern des Pflegezentrums Lichtenfels soll moderner und größer werden.

Er soll vor allem auf Demenzkranke ausgerichtet werden. So lauten die Pläne, die in den Ausschüssen der Stadt Lichtenfels vorgestellt wurden. Auch das Parlament beschäftigt sich diese Woche mit dem Thema, weil der Betreiber des Altenheims ein Darlehen von der Stadt erhalten soll.

Die Stadt nimmt 944 000 Euro auf, um es an das Seniorenzentrum weiterzuleiten, das dieses wiederum zinslos zurückzahlen werde. Der Eigentümer Manuel Gebhardt haftet privat für das Darlehen. So lautet die Beschlussvorlage für die Stadtverordneten.

Mehr als 100 Mitarbeiter 

Das finanzielle Risiko für die Stadt sei daher gering, meint Bürgermeister Uwe Steuber. „Das Darlehen ist dadurch deutlich besser abgesichert, dass der Eigentümer haftet“, sagt er. Steuber hält die Erweiterungspläne für das Altenpflegeheim für sinnvoll, auch weil es der größte Arbeitgeber in Lichtenfels sei. Mehr als 100 Mitarbeiter sind bei dem Pflegezentrum in Rhadern und der Seniorenresidenz in Goddelsheim beschäftigt.

Das Haus in Rhadern soll moderner werden. Dazu werden aus Doppelzimmern Einzelzimmer. Ein kleiner Anbau und Aufstockungen sind geplant, erklärt der Geschäftsführer Manuel Gebhardt. Zudem entstünden unter anderem ein neuer Speisesaal und eine hauseigene Physiotherapie. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 2,25 Mio. Euro.

„Wir gestalten zwei Wohngemeinschaften in Wohngruppen für Demente um“, sagt Gebhardt. Die Einrichtung soll ein Demenz-Kompetenzzentrum werden und somit im nördlichen Teil des Landkreises ein Alleinstellungsmerkmal haben. Denn 70 bis 80 Prozent der Bewohner seien fortgeschritten dement und eingeschränkt in ihrem Alltag. Für diese Menschen soll daher ein besonderer Betreuungsbereich entstehen. Das Lebensumfeld soll so gestaltet werden, dass die Privatsphäre der Bewohner erhalten bleibt, soziale Gemeinschaft und ein normaler Alltag gegeben sind sowie Angst und Stress vermindert werden.

Laut Manuel Gebhardt ist der Bauantrag bereits gestellt, und er hoffe, dass die Arbeiten im Juni beginnen können. Dann würden auch weitere Arbeitsplätze entstehen. Wie viele, sei noch unklar. „Aber wir brauchen dann zum Beispiel mehr Alltagsbegleiter.“

Die Finanzierung des Bauvorhabens ist ein Thema der öffentlichen Sitzung der Stadtverordneten am Donnerstag, 26. März, ab 19.30 Uhr, in der Sporthalle in Goddelsheim.

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