Der Mann fürs Sportliche: Gunnar Puk ist Schanzensprecher in Willingen

Gunnar Puk

Willingen. Wer führt, wie weit ging der Sprung, wer ist als nächstes dran? Gunnar Puk sagt's Tausenden: Der 30-Jährige ist Schanzensprecher beim Weltcup-Skispringen in Willingen.

Viele Bonbons lutschen oder vielleicht doch Kamillentee trinken, wie Udo Jürgens es immer auf seinen Tourneen getan hat? Gunnar Puk weiß noch nicht, mit welchen Hausmitteln er seine Stimme über das Weltcup-Wochenende in Willingen retten will. Zum ersten Mal steht er an allen drei Tagen als Schanzensprecher am Mühlenkopf. „Vielleicht geben mir die Kollegen einen Tipp“, sagt der gebürtige Willinger und lacht.

Die Kollegen sind Tony Kaufmann und Jürgen Bangert. Der DJ und der Moderator von Radio NRW schmeißen zusammen die Show. Während Kaufmann Musik auflegt, soll Bangert für Stimmung an der Schanze sorgen: Laola, „Ziiiiiiiieh“-Rufe und Späße. „Jürgen soll mit dem Publikum arbeiten“, sagt Puk. Der Schanzensprecher hingegen ist fürs Sportliche da: Wer führt, wie weit ging der Sprung, wer steht oben? Um im richtigen Moment die passenden Fakten spruchbereit zu haben, bereitet sich der 30-Jährige seit Wochen vor.

Im Fernsehen verfolgt er die Skispringen, im Internet liest er sich Wissenswertes rund um den Sport an. Es gehe dabei um mehr, als sich haufenweise Fakten zu merken. „Ich muss bei der Recherche entscheiden, was ich später erzählen möchte und die i-Tüpfelchen heraussuchen“, erklärt er. In der Woche vor dem Springen zieht die Vorbereitung noch einmal an: In täglichen Treffen werden die Abläufe durchgegangen. Am Freitagmorgen, dem ersten Weltcup-Tag, geht es in eine Sitzung mit den Trainern und Verantwortlichen. Vom Einlass bis zum Feuerwerk am Abend ist Puk dabei. Zeit zum Ausruhen hat der Elektroingenieur nicht. Am Samstag steht er schon wieder ab 11 Uhr an der Schanze. Die viele Arbeit nimmt Puk aber gern auf sich. „Wenn man dann im Stadion steht, ist es einfach nur schön“, beschreibt er das Gefühl, mitten drin statt nur dabei zu sein.

Gunnar Puk ist über Jahre in die Aufgabe hineingewachsen. Mit Moderationen beim Orenberg-Cup, einem Nachwuchswettbewerb der Skispringer, und dem Nordcup der Biathleten fing alles an. Seit 2011 moderiert Puk die Eröffnungsfeier des Weltcups. Jetzt also das volle Programm. Drei Tage vor Ort zu sein, sei eine große Aufgabe. „Die Anspannung ist schon da“, gibt der ehemalige Biathlet zu

Doch Gunnar Puk ist sich sicher: „Umso mehr ich im Thema bin, desto besser bekomme ich die Anspannung in den Griff.“

Von Anke Laumann

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