Sorge um Schulsport: Sportkreis gegen Pläne des Landes

Sportlich: Schüler, die sich künftig im Sport mit anderen messen wollen, müssen wohl bald längere Fahrten zu Wettbewerben hinnehmen. Foto: nh

Korbach. Der Schulsport kommt nicht zur Ruhe. Nachdem vor zwei Jahren die Zahl der Koordinatorenstellen verringert wurde, ist nun eine Kürzung der Wochenstundenzahl im Gespräch, die die beauftragten Lehrer für den Sport von ihrer Unterrichtsverpflichtung befreit werden.

Außerdem will Wiesbaden weniger, aber dafür größere Schulsport-Regionen zuschneiden. Die Pläne, die zum nächsten Schuljahr greifen, stoßen beim Sportkreis Waldeck-Frankenberg auf Protest.

Das Ministerium erweise dem von Ausfallstunden und fachfremdem Unterricht gebeutelten Schulsport damit einen Bärendienst, erklärte der Sportkreis-Vorsitzende Uwe Steuber. Die Arbeit der Schulsport-Koordinatoren werde abgewertet.

Die Zahl der Koordinatorenstunden soll im Bereich des Staatlichen Schulamts (SSA) Fritzlar, das die Landkreise Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg umfasst, auf 26,25 Stunden zurückgenommen werden - was bei fünf Koordinatoren statt 6,0 dann je 5,25 Stunden entspricht. Das Hessische Kultusministerium erklärte allerdings, die Stundenzuweisung für die Schulsportkoordination werde insgesamt sogar erhöht. Es geht aber auf individuelle Reduzierungen nicht ein.

Im Bezirk des SSA Fritzlar war die Zahl der Koordinatorenstellen vor zwei Jahren um eine auf fünf gekürzt worden. Drei der Lehrer kommen aus dem südlichen Bereich; aus dem Norden koordinieren Jennifer Homann (Diemelstadt) und der Korbacher Erik Wohlfart die Schulsportwettbewerbe, die vor allem unter „Jugend trainiert für Olympia“ bekannt sind.

Die Wettbewerbe sind von Kreis- bis zu Bundesentscheid gegliedert - die unteren Ebenen will Wiesbaden jetzt reformieren.

(Von Gerhard Menkel)

Was der Sportkreis zu dem Thema sagt und wie das Kultusministerium darauf reagiert, lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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