Suche nach flinken Jägern

Land will Bestand an Fischottern überprüfen

Stars im Wildtierpark Edersee: Die Fischotter gehören dort zu den beliebtesten Tieren. Foto:  Schade

Waldeck-Frankenberg. Im Kreis soll ab 2015 gezielt nach Fischottern gesucht werden.

Damit will das Land feststellen, ob es sich bei dem ersten Nachweis der seit vielen Jahrzehnten ausgestorbenen Tierart nur um einen Durchzügler gehandelt oder ob sich die Marder-Art wieder an der Eder angesiedelt hat.

Das teilte das Regierungspräsidium Darmstadt mit. Von Darmstadt aus wird die Suche nach Ottern landesweit koordiniert. Im Auftrag der oberen Naturschutzbehörde hatte ein Experte aus Österreich Gewässer im Spessart und die Eder untersucht. Dabei gelangen erstmals wieder an der Eder, im Spessart sowie auch im Vogelsberg Nachweise. Gesehen wurde der flinke, aber sehr scheue Jäger nicht. Er wurde an der Eder mit einer Kotprobe nachgewiesen, berichtete das Umweltministerium.

Naturschützer freuen sich über diesen Nachweis. Die Renaturierung an der unteren Eder habe den Strukturreichtum des Flusses deutlich erhöht. Das verbessere die Lebensbedingungen für Otter. Weitere Verbesserungen würden das Gewässer noch attraktiver machen, sagt Wolfgang Lübcke, Vorsitzender des Naturschutzbundes Edertal. Auch die Eder-Renaturierung zwischen der Kreisgrenze und Fritzlar schaffe bessere Bedingungen für die Tiere.

Ein Einzelfall blieb bis jetzt die Biber-Beobachtung im Frühjahr 2013 im Altkreis Frankenberg. Nach Auskunft von Günter Faust (NABU) konnte das größte europäische Nagetier nicht wieder gesehen werden. Einzelne weitere Biberspuren gibt es im nördlichen Teil Waldeck-Frankenbergs.

Wie die Experten den Ottern genau auf die Spur kommen wollen, lesen Sie in der gedruckten Sonntag-Ausgabe der HNA Waldeckische und Frankenberger Allgemeine.

Von Bernd Schünemann

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