Tarif-Verhandlungen: 14.000 Beschäftigte im Kreis sind betroffen

Waldeck-Frankenberg.14.000 Beschäftigte im Landkreis sind direkt von laufenden oder anstehenden Tarifverhandlungen betroffen.

Die Forderungen der Gewerkschaften reichen über mehr Geld hinaus.

Zu den direkt betroffenen Beschäftigten kommen mehrere Tausend, die indirekt von Abschlüssen profitieren könnten, wie DGB-Gewerkschaftssekretär Holger Kindler erklärte.

Dazu zählten zum einen Beschäftigte, deren Arbeitgeber nicht tarifgebunden sind, sich aber an den Tarifabschlüssen orientieren. Zum anderen verwies Kindler auf die Beamten in der Region. „Die Frage ist, ob die Landesregierung die Verhandlungsergebnisse übernimmt“, sagte Kindler am Donnerstag in Korbach. Zu den Betroffenen zählen rund 6000 Beschäftigte bei Viessmann, Hettich, Hasenclever sowie Frank Walz- und Schmiedetechnik. Die IG Metall verhandelt derzeit für die Metall- und Elektroindustrie.

Die Forderung der Gewerkschaft: 5,5 Prozent mehr Geld, Altersteilzeit und die Bildungsteilzeit. „Es geht darum, wie wir gut durch das Arbeitsleben und gesund in den Ruhestand kommen“, erklärte Bernd Löffler, Gewerkschaftssekretär der IG Metall, und fügt an: „Wir wollen in allen drei Punkten abschließen. Eine Kompromisslinie ist aber noch nicht gefunden.“ Bundesweit 4,8 Prozent mehr Geld fordert die Chemische Industrie, die derzeit ebenfalls in Verhandlungen steckt. Die IG BCE verhandelt somit auch für 3500 Beschäftigte bei Conti. „Am 24. Februar wird in Kassel weiterverhandelt“, sagte der stellvertretende Bezirksleiter Hans Schweinsberg. Die Gewerkschaft will mobil machen und hat eine Kundgebung angekündigt.

Nicht um konkrete Beträge, sondern um eine Neuregelung der Eingruppierungsvorschriften geht es im Bereich Sozial- und Erziehungsdienst. Nadine Rudolph-Zednik von Verdi geht davon aus, dass im Schnitt zehn Prozent mehr Lohn für die 800 Beschäftigten im Kreis dabei herauskommen könnte.

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