Unternehmen fühlen sich unter Druck gesetzt

Taxi-Fahrer im Streit mit der AOK

Waldeck-Frankenberg. Seit diesem Jahr gibt es den Mindestlohn für Taxi-Fahrer. In diesem Zuge hatten sie sich eine Erhöhung der Pauschale für Krankenfahrten erhofft. Die fiel allerdings, zumindest bei der AOK Hessen, geringer aus als erwartet.

Derzeit zahlt die größte Kasse des Landes 1,12 Euro pro Besetzt-Kilometer einer Krankenfahrt an die Taxi-Unternehmen.

Die Sorge der Taxifahrer: Sie fürchten, dass sie nach der geringen Anpassung der Einsatzpauschale durch die Krankenkasse nicht in der Lage sind, den Mindestlohn auszuzahlen. Davon sind auch Unternehmen im Landkreis Waldeck-Frankenberg betroffen. „Der Streit mit der AOK ist für uns ein riesiges Problem. Wir haben alle Verträge mit der AOK gekündigt. Die Taxi-Unternehmen können unter den aktuellen Bedingungen nicht fahren“, sagt Jürgen Bressler von Bressler Innovative Transporte in Frankenberg. Bressler betont, dass AOK-Versicherte aber dennoch weiter befördert werden. „Egal was passiert, wir lassen keinen stehen.“

Auch für Klaus König, Inhaber des Fahrdiensts König in Korbach, ist der Streit mit der AOK „ein großes Problem. Wir hoffen nach wie vor auf eine Angleichung der Pauschale.“

Der Fachverband Pkw mit Sitz in Kassel setzt sich weiter für eine bessere Bezahlung der Taxi-Fahrer durch die AOK ein. „Spätestens ab dem 1. April 2016 wird die AOK Hessen keine Rabattierung mehr auf sitzende Krankenfahrten erhalten“, ist auf der Internetseite des Verbandes nachzulesen.

Die AOK Hessen schreibt in einer Stellungnahme: „Zum derzeitigen Zeitpunkt sehen wir keine Veranlassung, die Verhandlungen wieder aufzunehmen. In ganz Hessen, so auch in Korbach, steuern wir Versicherte, bei denen ihr bisheriger Fahrdienst den Vertrag mit der AOK Hessen nicht unterzeichnet hat, auf das DRK um.“ Die Fronten zwischen beiden Parteien sind damit weiter verhärtet.

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