Polizei sucht 21-jährigen Medebacher

Toter Rentner in Medebach: Tatverdächtiger auf der Flucht

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Das Foto zeigt das Haus des Opfers in der Straße „Südwall“ in Medebach.

Die Polizei hat einen Tatverdächtigen im Zusammenhang mit dem Tötungsdelikt von Medebach. Der 21-Jährige aus dem Ort ist allerdings noch auf der Flucht.

Aktualisiert am 16. Januar um 12.15 Uhr: Bei einer Hausdurchsuchung in der Nähe des Medebacher Marktplatzes stellte die Polizei am Dienstag umfangreiches Beweismaterial sicher. Ein 21-jähriger Mann wurde von der Polizei als Tatverdächtiger ermittelt. Entgegen erster Berichterstattung wurde der junge Mann allerdings nicht festgenommen. "Die Information ist schlichtweg falsch", erklärte Poggel dem Westfälischen Anzeiger. Der Tatverdächtige sei bei der Wohnungsdurchsuchung nicht angetroffen worden, er sei "seit Längerem" untergetaucht.

Wie Polizei und Staatsanwaltschaft am Dienstagmorgen mitteilten, dauere die Fahndung nach dem flüchtigen 21-Jährigen weiterhin an. Wie genau die Fahndungsmaßnahmen aussehen, wollte Poggel "aus ermittlungstaktischen Gründen" aber nicht sagen.

Am Vormittag waren mehrere Polizeiautos in der Medebacher Ortsmitte vorgefahren – unter anderem ein Wagen der Kriminaltechnischen Untersuchung (KTU), wie die Westfalenpost berichtete. Das Gebäude liegt 350 Meter Fußweg vom Wohnhaus des Opfers entfernt. Unklar ist weiterhin, in welchem Verhältnis Opfer und Tatverdächtiger stehen. Da beide aus Medebach kommen, liegt der Verdacht durchaus nahe, dass sich beide gekannt haben könnten.

Am vergangenen Donnerstag war der 67 Jahre alte Alfred S. tot in seiner Wohnung gefunden worden. Bekannte des Mannes hatten sich Sorgen um den Mann gemacht und die Polizei gerufen. Die Beamten fanden den Mann leblos in seiner Wohnung.

Aus ermittlungstaktischen Gründen gaben Mordkommission und Staatsanwaltschaft bislang keine detaillierten Informationen zur Todesursache bekannt.

Am Wochenende war das Fluchtauto des mutmaßlichen Täters gefunden worden. Es stand in Züschen nahe des Schützenplatzes – rund 20 Kilometer entfernt vom Tatort. Der schwarze VW Polo gehörte dem Opfer. Der mutmaßliche Täter war mit dem Auto vom Tatort geflüchtet. Inwieweit die Spurenauswertung an dem Wagen die Polizei zu dem Tatverdächtigen führten, darüber war am Dienstag noch nichts bekannt. (WP/lb)

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