Modellregion Barrierefreiheit

Tourismus-Region will mehr für Behinderte tun

Waldeck-Frankenberg. Mitarbeiter aus dem Tourismus-Bereich sollen in Waldeck-Frankenberg dafür geschult werden, selbst die Perspektive von Menschen mit Behinderungen einzunehmen.

Das Projekt ist Teil der Modellregion Barrierefreiheit, zur der der Landkreis ernannt worden ist.

Die Kurse sind Teil eines Projekts, das die Barrierefreiheit im Hotel- und Freizeitbereich in Hessens führender Fremdenverkehrs-Region fördern soll.

Wie berichtet, ist Waldeck-Frankenberg im Mai zur Modellregion Barrierefreiheit in Gastronomie und Tourismus ernannt worden. Bisher sei die Resonanz auf das Projekt durchweg positiv, heißt es vom Landkreis auf HNA-Anfrage. Es seien für das Projekt bisher insgesamt drei Freizeitbetriebe, eine Gasthaus-Pension und eine Kneipe getestet wurde. Dabei ging es vor allem um die Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Mobilitätseinschränkung. Aus den Erkenntnissen wurden Empfehlungen entwickelt, was man in den Einrichtungen verbessern kann.

„Wir begrüßen die Initiative“, sagt Marita Seifart, stellvertretende Vorsitzende des Hotel- und Gaststättenverbands Bad Wildungen und Umgebung. In der Badestadt sei man wegen der Kurgäste ohnehin schon stärker mit diesem Thema vertraut.

Mit den neuen Kursen, die ab Januar angeboten werden, will der Landkreis nun noch mehr für Barrierefreiheit sensibilisieren. „Es geht darum, die Perspektive zu wechseln und sich in diese Menschen hineinzuversetzen“, so Projektkoordinatorin Yasmine Seibel. Sich im Rollstuhl fortbewegen oder blind durch die Stadt laufen: Mit welchen Problemen ältere und behinderte Menschen besonders bei Reisen konfrontiert würden, könne man man sich als gesunder Mensch nicht vorstellen, heißt es vom Kreis. Erst, wenn man eine Behinderung am eigenen Körper erlebe, könne man ein besseres Verständnis dafür entwickeln, welche Serviceleistungen hilfreich seien.

Von Matthias Müller

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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