Gemeindevertreter beschließen Erweiterung der Feuerwehr für 600.000 Euro

Hier soll gebaut werden: Die Zustände in den Räumen der Berndorfer Feuerwehr sind kritisch betrachtet worden. Die Gemeindevertreter haben jetzt einer Erweiterung und einer Aufstockung auf das bestehende Gebäude an der Mehrzweckhalle zugestimmt. Foto:  Wüllner

Berndorf. Nach mehrheitlichem Beschluss soll das Feuerwehrhaus an der Mehrzweckhalle in Berndorf aufgestockt und erweitert werden.

Zirka 600.000 Euro soll der Umbau kosten, 177.600 Euro gibt es als Förderung des Landes Hessen. Bei der Abstimmung gab es auch eine Gegenstimme sowie drei Enthaltungen von Seiten der SPD. Otto Paul, SPD, kritisierte, dass es zu wenig Diskussion über die verschiedenen Bau-Varianten gab. Alle guten Vorschläge seien abgelehnt worden, deshalb habe es gar keinen Zweck, weitere Vorschläge zu machen. „Ich hätte es mir billiger gewünscht“, sagte Paul. Auch Patrick Paul, SPD, äußerte Bedenken. Ihm komme das Konzept zu teuer vor. Zu wenige Sparmaßnahmen seien berücksichtigt worden. Er frage sich, ob zwei Schulungsräume so sein müssten. Grundsätzlich sei er für den Erhalt der Feuerwehr und untermauerte auch, dass in den vorhandenen Räumen dringend etwas geschehen müsse.

Marc Wäscher, CDU, der für das Bündnis CDU/B90 Grüne sprach und selbst aktiver Feuerwehrmann ist, erklärte, dass sich die überwiegende Mehrheit de Gemeindevertreter vor Ort ein Bild vom Zustand des Gebäudes gemacht habe. „Es wird immer enger und gefährlicher und ist so nur noch eine Übergangslösung“, sagte Wäscher. Die Variante 1 sei eine ordentliche Investition. Im Falle einer Ablehnung von Seiten des Gemeindeparlamentes würde die Förderung verfallen.

Reinhard Deutschendorf, B90/Grüne, ärgerte sich über die Argumente der SPD: „Ich glaube, ich bin im falschen Film, wenn drei aus der SPD sagen, das wäre alles nur so durchgepeitscht worden.“ Alle Varianten seien mehrfach und ausführlich durch den Architekten Henning Schütt aus Bad Arolsen vorgestellt worden. Jeder habe diskutieren können und jeder hätte Widerspruch äußern können. Es hätten nur kleine Summen eingespart werden können, das habe sich aber nicht gelohnt. „Ich verstehe das nicht. Einerseits ist die Feuerwehr allen ganz wichtig und dann so“, sagte Deutschendorf. Klar sei, dass die größte Jugendwehr damit auch unterstützt werden solle. „Ich möchte euch mal ein bisschen zur Besinnung rufen“, schloss Deutschendorf. Damit war das Thema beendet, der Beschluss gefasst. Otto Paul, SPD, legte noch nach: „Im Bauausschuss wurde nicht ein Wort darüber verloren.“

Von Monika Wüllner

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