Über 250 Nachwuchs-Forscher bei Kinder-Uni in Bad Wildungen

Genau aufgepasst: Ganz nah dran am Experiment, das waren Tom, Benita, Julia und Tabea. Sie durften Dozent Stefan Rötzel bei der Arbeit zusehen. Neugierig war auch die wohl jüngste Zuschauerin, Stella (links). Foto: Yüce

Bad Wildungen. Er wusste, dass sich viele Schüler zur ersten Kinder-Uni in Bad Wildungen angemeldet hatten. Doch mit so vielen Nachwuchs-Wissenschaftlern im „Hörsaal“ der Wandelhalle hatte Dozent Stefan Rötzel nicht gerechnet. Über 250 Kinder kamen, um bei der Vorlesung für Fünf- bis Siebenjährige dabei zu sein.

Zwar hatten sie weder Blöcke noch Stifte dabei, doch dürfte sich das, was der Dozent seinen jungen Studenten mit auf den Weg gab, ihnen auch ohne Notizen im Gedächtnis bleiben. Denn die Kinder-Uni war vor allem eines: anschaulich und erlebbar. Da durften Fragen gestellt und da durfte experimentiert werden.

„Was bedeutet eigentlich Klimawandel?“, fragt Rötzel gleich zu Beginn. Die Antwort darauf kam prompt: „Wenn die Pole schmelzen“, sagt ein Mädchen und ein anderes ergänzt, „dann wird die Welt immer wärmer“. Was genau Klimawandel bedeutet, das zeigte Rötzel den Kindern in der vom Fachzentrum Klimawandel Hessen, dem Landkreis Waldeck-Frankenberg und der Stadt Bad Wildungen organisierten Veranstaltung. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Zentrum für Umweltsystemforschung an der Universität Kassel und somit Experte in Sachen Klimaforschung. Es war ein Vortrag über den Klimawandel, die Folgen der globalen Erwärmung bei uns, und warum wir uns trotzdem noch warm anziehen müssen. Dabei wurden Ideen gezeigt, die an Universitäten entwickelt wurden, um die sich verschärfenden Probleme durch den Klimawandel zu meistern. Alles stets kindgerecht aufbereitet.

Mit der ersten Kinder-Uni sei ein Anfang gemacht, sagte Bürgermeister Volker Zimmermann und betonte, dass es nicht die letzte Vorlesung für Kinder gewesen sei. Das freute auch die Klimaanpassungsbeauftragte des Landkreises, Tanja Müller, die sich für die Kinder-Uni in Bad Wildungen stark gemacht hatte.

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