Mit Gemeinsinn überzeugt

Basdorf und Schmittlotheim gewinnen Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

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Waldeck-Frankenberg. Neun Jury-Mitglieder haben 13 Dörfer in Waldeck-Frankenberg und Main-Kinzig begutachtet. Nun stehen die Sieger beim Regionalentscheid des bundesweiten Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“ fest: Es sind Basdorf und Schmittlotheim.

• Basdorf setzte sich in der Gruppe A (Orte, die bei der Dorferneuerung durch Landesmittel gefördert werden und wurden) mit 88,06 Punkten gegen die Orte Hohenzell (Stadt Schlüchtern) mit 82,94 und Marborn (Steinau an der Straße) mit 80,50 Punkten durch. Die Preisträger erhalten Prämien in Höhe von 3000, 2000 und 1000 Euro.

„Basdorf hat’s! ist das Motto, unter dem sich der Ort präsentierte“, sagte Sigrid Göbel, Leiterin der Bewertungskommission. „Dass dieses Motto zu 100 Prozent der Realität entspricht, darin waren sich alle Mitglieder der Jury einig.“ Ob durch das Maislabyrinth, den Hutewald, den Anbau von Sonderkulturen, Energie- oder Arzneipflanzen, diverse Veranstaltungen, den Bau eines Mehrgenerationen-Spielplatzes oder die Neugestaltung der historischen Dorfmitte: Durch gemeinsames ehrenamtliches Engagement konnte Basdorf einiges erreichen.

• Schmittlotheim gewann in der Gruppe B (Orte ohne Förderung) mit 88,88 Punkten gegen neun andere Bewerber. Den zweiten und dritten Platz belegten Geismar (Frankenberg, 86,50) und Lohrhaupten (Flörsbachtal, 86,19). Auch hier gab es Prämien von 3000, 2000 und 1000 Euro. Mit Erfolg teilgenommen haben Diemelstadt-Dehausen, Frankenberg-Schreufa, Hatzfeld, Korbach-Helmscheid, Rosenthal, Steinau an der Str.-Umbach und Vöhl-Herzhausen.

Schmittlotheim hat sich zur 750-Jahr-Feier (siehe Seite links) selbst das schönste Geschenk gemacht: Es überzeugte die Jury durch eine gute Infrastruktur und enormen Gemeinschaftssinn. So wurden unter anderem nicht nur vorhandene Gebäude im Ortskern umgenutzt, eine ehemalige Dreschhalle zur Festhalle umfunktioniert oder mitten im Ort ein Treffpunkt für jedermann gestaltet, sondern auch ein Kinderspielpatz neu angelegt. Ein Weinlehrpfad, eine Bierbrauerei sowie ein betriebener Ferienhof, der faire Milch der Milcherzeugergemeinschaft vermarktet und eigenen Strom produziert, sind ebenfalls Projekte.

Ein Sonderpreis „Jugend im Dorf“ ging an Geismar und Hohenzell. Dort wurde über Jahre hinweg eine stabile Struktur für Jugendliche geschaffen, die diese in das Dorfleben integriert, indem ihnen immer wieder Projekte für das Dorf- und Gemeinschaftsleben übertragen werden. Geismar erhält ein Preisgeld von 650 Euro, Hohenzell 350 Euro.

„Alle Orte, die sich zur Teilnahme entschieden haben, gehören zu den Gewinnern“, so Landrat Dr. Reinhard Kubat, Vorsitzender der Bundesbewertungskommission. Denn dort gebe es engagierte Bürger, die sich mit der Gestaltung der Zukunft ihres Umfelds beschäftigen. (nh/mam)

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