Vertreter des Verbandes der Wohnungswirtschaft

Tagung in Bad Arolsen: Mietendeckel ist das falsche Instrument

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Volker Schultze, Geschäftsführer der Baugenossenschaft Bad Arolsen links), mit Handwerkern vor einem Sanierungsobjekt am Tannenkopf.

Wohnungsbauförderung und Mietenbremse waren Themen einer Tagung des Verbands der Südwestdeutschen Wohungswirtschaft in Bad Arolsen. Den Mietendeckel bezeichnete der Vorstand als "verheerend". 

Mit Themen wie Wohnungsbauförderung und Mietbremse befassten sich die Mitglieder des Fachausschusses für Genossenschaften des Verbandes des Verbands der Südwestdeutschen Wohnungswirtschaft (VdW südwest) bei ihrer Tagung in Bad Arolsen. Zu der Sitzung hat Bürgermeister Jürgen van der Horst, zugleich Mitglied im Aufsichtsrat der heimischen Baugenossenschaft, 30 Vorstandsmitglieder von Wohnungsgenossenschaften aus dem ganzen Verbandsgebiet des VdW südwest, das sich auf Hessen und den südwestlichen Teil von Rheinland-Pfalz erstreckt, begrüßt.

Mietendeckel ist "verheerendes Instrument"

Dr. Axel Tausendpfund, Vorstand des VdW südwest, berichtete über wohnungspolitische Themen auf Landes- und Bundesebene sowie über den Mietendeckel in Berlin.

Ein Mietendeckel sei „ein verheerendes Instrument“, denn er würde genau diejenigen Vermieter bestrafen, die heute schon besonders günstige Mieten anböten, darunter die Genossenschaften, erklärte Tausendpfund.

Das bieten Genossenschaften

Der Wohnungsmarkt in Hessen sei heterogen, berichtete Volker Schultze, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsbaugenossenschaft Arolsen. Während die Nachfrage nach bezahlbaren Wohnungen in Städten und Ballungszentren wie dem Rhein-Main-Gebiet besonders hoch sei, ist die Lage auf dem Wohnungsmarkt im ländlichen Raum, wie auch in Bad Arolsen ausgeglichener.

Wohnungsgenossenschaften leisteten einen entscheidenden Beitrag für bezahlbares Wohnen gerade auch in angespannten Wohnungsmärkten. Genossenschaften gewährleisteten ihren Mitgliedern Mitbestimmung und sicherten ihnen ein lebenslanges Wohnrecht zu. Auch bei seniorengerechtes oder gemeinschaftliches Wohnen geht sind Genossenschaften wegweisend.

Genossenschaft besitzt Wohnungen in Bad Arolsen

Bürgermeister Jürgen van der Horst hob die soziale Bedeutung der Genossenschaften auf dem Wohnungsmarkt hervor. Er gehört selbst dem Aufsichtsrat der heimischen Wohnungsbaugenossenschaft an.

Die Wohnungsbaugenossenschaft Arolsen besitzt 101 Häuser mit 650 Wohnungen und verwaltet noch 51 Eigentümergemeinschaften mit über 500 Eigentumswohnungen.

VdW südwest vertritt Interessen von 200 Unternehmen in Hessen 

Der VdW südwest vertritt die Interessen von rund 200 privaten und öffentlichen Unternehmen der Wohnungswirtschaft in Hessen und dem südlichen Rheinland-Pfalz mit einem Bestand von rund 400 000 Wohnungen.

Mit einer Durchschnittsmiete von 6,39 Euro in Hessen und 5,62 Euro in Rheinland-Pfalz steht die im VdW südwest organisierte Wohnungswirtschaft in besonderem Maß für bezahlbares Wohnen.  red

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