Kantorei und Musikwerkstatt führten Weihnachtsoratorium in der Stadtkirche auf

Viel Beifall für Bachs Kantaten

Gelungen: Die Aufführung des Weihnachtsoratorium in der voll gesetzten Stadtkirche wurde von den Konzertbesuchern mit lauten, langem und herzlichem Beifall belohnt. Foto:  Senzel

Bad Wildungen. Stehenden Beifall gab es für eine rundum gelungene Aufführung der drei ersten Kantaten des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach in der Bad Wildunger Stadtkirche. Der Applaus galt Mitwirkenden der Kantorei und Musikwerkstatt.

Während der Aufführung wurden die Zuhörer gleich nach einem brillanten Orchestervorspiel mit dem festlichen Eingangschor auf das Bach-Werk eingestimmt. Im Laufe des Abends gefiel der Chor immer wieder mit innig vorgetragenen Chorälen und einer harmonischen Gesamtleistung und einer stets homogenen Klanggestaltung.

Zwei Ensembles

Es wurde deutlich, welch beachtliche Leistungen möglich sind, wenn zwei Ensembles wie Kantorei und Musikwerkstatt zusammenwirken. Mit ihrem hohem musikalischen Niveau fügten sich auch das durch Bad Wildunger Musiker verstärkte Marburger Kammerorchester und das Kurhessische Trompetenensemble in die Aufführung ein. Herausragend die Virtuosität einiger Instrumentalsolisten.

Überzeugend auch die geschmeidigen Solo-Stimmen: der prächtig gehaltvolle Bass von Jochen Faulhammer, der sorgsam geführte Sopran von Nicola Krause-Glandorf, die kräftig-dramatische Tenorstimme des kurzfristig eingesprungenen Martin Koch und Felicia Friedrich mit ihrem warmen, transparenten Alt-Timbre.

Von den Konzertbesuchern gut aufgenommen wurde das von Ulrike Tetzer informativ gestaltete Programm. Darin schrieb die Kantorin: „Die Unerschöpflichkeit der Musik Bachs tut vielleicht das ihre, damit wir nicht zwischen Polen zerrieben werden, sondern dass eine Balance gelingt, die uns den Frieden auf Erden ein Stück näher bringt“.

Die Aufführung in der Stadtkirche war eine „Weihnachtsbotschaft“ die bei den Besucher ankam. Felicia Friedrich stimmte ein Schlaflied an: „Schlafe mein liebster, genieße die Ruh“. Als sie diese Arie aus der ersten Kantate des Weihnachtsoratorium anstimmte, schlief in der ersten Reihe der Stadtkirche ihr kleiner Sohn Golo ein und schlummerte fest in den Armen seines Vater. (zcm)

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