Viel Licht für weniger Geld - Bad Arolsen rüstet auf LED-Beleuchtung um

Präsentieren die neuen LED-Leuchtenköpfe, die im Stadtgebiet in Bad Arolsen installiert werden: (von links) Stadtrat und Kommissionsvorsitzender Dietmar Danapel, Bürgermeister Jürgen van der Horst, Frank Schäfer (Kommunalbetriebe), Thomas Gaydka (Elektriker Falke-Elektrobau in Paderborn) und Dr. Gerhard Wüllner, Geschäftsführer der Bad Arolser Kommunalbetriebe. Foto:  Wüllner

Bad Arolsen. Mit der Investition von 640 000 Euro in umweltfreundliche und energiesparende LED-Leuchten wird die Stadt Bad Arolsen demnächst jährlich 60 000 Euro Energiekosten sparen. Das Straßenbeleuchtungskonzept der Bad Arolser Kommunalbetriebe (BAK) wurde in enger Zusammenarbeit mit der Kommission für erneuerbare Energien und Energieeffizienz erarbeitet und erfolgreich umgesetzt.

Dabei gibt es unterschiedliche Leuchtentypen für individuelle Bedürfnisse und trotzdem einheitlich in den Wohnquartieren, erklärte BAK-Geschäftsführer, Dr. Gerhard Wüllner. Kommissionsvorsitzender und Stadtrat Dietmar Danapel lobte die außerordentlich gute Kooperation. „Wir waren der Partner der BAK, der das Projekt reflektiert hat“, sagte Danapel. Und in der Partnerschaft hätten beide darauf gesetzt, dass die LED-Technik im Laufe der Zeit günstiger wird. Denn die Zusammenarbeit besteht seit 2011. „Am Ende ist das Konzept aufgegangen“, freute sich Danapel.

Und nicht nur die Energieersparnis sei ein guter wirtschaftlicher Effekt, sondern auch die höhere Sicherheit für Fußgänger. „Jetzt sieht man, was in den Straßen geschieht, und auch die Farben sind sichtbarer“, sagte Danapel. Und auch in der Nacht von 22.30 bis 6 Uhr würden die Straßen beleuchtet - bei verminderter Leistung.

Die Kommission habe nicht nur am Tisch Konzepte bearbeitet, sondern sich auch vor Ort informiert und verschiedene Leuchten und die entsprechende Lichtausbeute begutachtet. „Durch die enge Zusammenarbeit sei der Entscheidungsprozess gestrafft worden“, erklärte Bürgermeister Jürgen van der Horst. Die Ergebnisse des Konzeptes wurden an den Magistrat weitergeleitet. „Da gab es keine Überraschungen mehr“, sagte der Bürgermeister.

Bis Ende November hat Bad Arolsen zirka 2230 Leuchten energieeffizient umgerüstet. Quecksilber-Dampfleuchten gibt es dann in der Barockstadt nicht mehr. Die noch fehlenden Hauptkreuzungspunkte im Stadtgebiet werden noch auf Natriumdampfhochdruckleuchten umgerüstet. 25 Prozent der Investitionskosten wurden durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit im Rahmen des Förderprogramms „Klimaschutztechnologie bei der Stromnutzung“ bewilligt.

Nicht nur bei den Stromkosten wird die Stadt 50 Prozent Energie einsparen. Auch bei den Unterhaltungskosten wird die Stadt besser abschneiden. Denn die Hersteller garantieren bei LED-Leuchten eine wesentlich höhere Lebensdauer und gleichzeitig eine deutliche Reduzierung der Wartungsintervalle. „Die LED-Leuchten sind dichter, als die vorherigen Modelle und deshalb weniger anfällig“, sagte Wüllner. LED werde die Zukunft sein, ist sich der Geschäftsführer der Bad Arolser Kommunalbetriebe sicher.

Von Monika Wüllner

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