80 Autobatterien im Kofferraum: Bußgeld für Schrottsammler

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Batterien im Kofferraum: Wegen Verstöße gegen Gefahrgutbestimmungen droht dem Fahrer dieses Autos ein Bußgeld in vierstelliger Höhe.

Frankenberg/Vöhl. Bei einer Verkehrskontrolle auf der Bundessstraße 252 zwischen Frankenberg und Herzhausen sind der Polizei am Donnerstag zwei Fahrzeuge ins Netz gegangen.

Eines hatte 80 alte Autobatterien im Kofferraum, das andere auf einem Anhänger unzureichend gesicherte Paletten.

Paletten auf Anhänger: Der Fahrer dieses Autos mit voll beladenem Anhänger zeigte sich laut Polizei wenig einsichtig.

Die Gurte des Anhängers wiesen laut Polizei keinerlei Vorspannkraft auf. Der Fahrzeugführer wusste wohl, dass die Paletten rutschen und wackeln, war aber der Meinung, „dass man da nichts machen könne“. Die Bußgeldanzeige wird nun wohl seine Einsicht stärken müssen, dass sein Anhänger zum Transport von solchen Mengen Paletten ungeeignet ist, heißt es im Polizeibericht.

Kurze Zeit später kontrollierten die Beamten einen Opel Combo und staunten nicht schlecht, als sie die Hecktüren öffneten: Im Laderaum des Kastenwagens lagen ohne jegliche Sicherung 80 alte Autobatterien. Der Fahrer aus Worms war als selbständiger Schrottsammler im Landkreis unterwegs. Bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass der Mann gegen eine Vielzahl von Vorschriften verstoßen hatte, die ihm nun eine Strafanzeige wegen „Unerlaubten Umgangs mit gefährlichen Abfällen“ einbringt. Zudem fehlten die Ladungssicherung, Feuerlöscher, persönliche Schutzausrüstung, schriftliche Weisungen, Fahrzeugkennzeichnungen und mehrere Papiere und Bescheinigungen. Außerdem war der Opel um mehr als 35 Prozent überladen.

Wegen dieser Verstöße gegen Gefahrgutbestimmungen und abfallrechtliche Bestimmungen erwarte ihn Bußgelder im vierstelligen Bereich, so die Polizei. Aber auch die einzelnen Versender, Verlader und Verpacker der Batterien müssen mit saftigen Bußgeldern rechnen. „Solch einen gedankenlosen Umgang mit Gefahrgutstoffen erleben wir auch nicht alle Tage“, sagte Arnfried Schlömer vom Regionalen Verkehrsdienst.

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