Bauarbeiten an der Bahnstrecke 

Bundesstraße 252 vollgesperrt: Mehr Verkehr in kleinen Orten

Vöhl. Die Bundesstraße 252 bei Dorfitter ist für zweieinhalb Wochen vollgesperrt. Nun fließt zwischen Herzhausen, Vöhl, Alraft und Meineringhausen viel mehr Verkehr als sonst.

Mehr Lastwagen aus ganz Deutschland und aus den Niederlanden, Autos mit den Kennzeichen WI für Wiesbaden, BAD für Baden-Baden, HG für Hochtaunuskreis und DA für Darmstadt. Mehr Autos mit HSK, KS und MR, und mit KB sowieso: Zwischen Herzhausen, Vöhl, Alraft und Meineringhausen fließt nun erst mal für zweieinhalb Wochen viel mehr Verkehr auf den Straßen als sonst. Denn so lange dauert die Vollsperrung der B252 bei Dorfitter.

Auf der kurvigen Landesstraße versuchen einige Verkehrsteilnehmer, etwas Zeitverlust wiedergutzumachen und überholen andere, sogar in Rechtskurven. Manche, ob ortskundig oder nicht, fahren rasant an Stellen, die dafür zu schmal sind.

Wenn der Vöhler Bürgermeister Matthias Stappert vom Rathaus aus auf die Arolser Straße in der Kerngemeinde schaut, stellt er ein „spürbar höheres Verkehrsaufkommen“ fest. Dies sei aber aufgrund der Bauarbeiten an der Bahnstrecke bei Dorfitter und der nötigen Straßensperrung nicht anders zu regeln.

Das Straßenamt Hessen Mobil hat nach eigenen Angaben mit den Verkehrsbehörden und der Polizei geprüft, welche Strecken für eine Umleitung geeignet sind. Die jetzige Lösung sei als zumutbar für Verkehrsteilnehmer und Anwohner eingestuft worden. „Im Moment gibt es keine andere Möglichkeit“, sagte der Sprecher Horst Sinemus der HNA. Es sei noch zu früh, um eine Bilanz zu ziehen, aber Hessen Mobil überprüfe regelmäßig die Umleitungsstrecke und kontrolliere die Hinweisschilder sowie ob vermehrt Unfälle passieren.

Einige Auto- und Lasterfahrer nutzen nicht die Umleitungsstrecken, sondern alternative Straßen in der Nähe. „Je weiter eine offizielle Umleitung ist, desto eher nutzen Ortskundige kürzere Strecken“, sagte Horst Sinemus. Vonseiten der Polizei hieß es, dass die Umleitungen nur Empfehlungen seien. „Wer sich auskennt, muss die Umleitung nicht nutzen“, sagte Volker König, Polizeisprecher für Waldeck-Frankenberg.

Das gelte auch für Lastwagenfahrer. Sie dürfen jede öffentliche Straße nutzen. Schwerverkehr - Fahrzeuge über 3,5 Tonnen - ist laut Hessen Mobil davon ausgenommen.

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