Jedes Jahr 200.000 Euro Minus: Diskussion um Vöhler Freibad

Vöhler Freibad: Weil es die Gemeinde jedes Jahr viel Geld kostet – 2015 lag das Minus bei 220 000 Euro –, wird nun über Öffnungszeiten, Personal, den Betreiber und auch die Sauna diskutiert. Foto:  nh

Vöhl. Rund 220 000 Euro hat das Henkelbad in Vöhl die Gemeinde im vergangenen Jahr gekostet. Deshalb wird jetzt politisch über die Zukunft des Freibades mit Sauna diskutiert.

Mehr als 200 000 Euro steuert die Gemeinde Vöhl jedes Jahr zu ihrem Henkelbad bei. Rund 100 000 Euro davon sind Abschreibungen, die auch bei einem geschlossenen Bad fällig würden. „Im Moment subventionieren wir jede Eintrittskarte mit etwa 20 Euro“, rechnete Gertmann Sude (CDU). Zu viel: Da sind sich alle Gemeindevertreter einig. In einer eigens anberaumten Ausschusssitzung suchten sie am Montag nach Auswegen, um die Schließung des Bades zu verhindern.

Um so schnell wie möglich Kosten einsparen zu können, beschlossen die Mitglieder des Bäderausschusses Ende Juli, die Sauna im Henkelbad fürs Erste bis Oktober zu schließen. Ein wütender Brief eines Saunagastes an den Landrat und viele Anrufe bei der Energie Waldeck-Frankenberg (EWF) als Betreiber folgten. „Aber es ist die freie Entscheidung einer Gemeinde, eine Sauna zu betreiben“, stellte Ulrich Müller (FWG) fest, „wir können uns kaum das Bad leisten. Eine Sauna müssen wir nicht haben.“ Zumal in diesem Bereich höhere Investitionen anstehen würden.

EWF-Geschäftsführer Stefan Schaller überschlug die Zahlen: „Ich gehe davon aus, dass durch die komplette Schließung der Sauna etwa 70 000 Euro eingespart werden könnten.“ Einstimmig empfahlen die Ausschussmitglieder, dies durchzurechnen.

(Von Theresa Demski)

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