Jetzt geht's los: Spatenstich für die Ortsumgehung Dorfitter ist gemacht

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Spatenstich für die Ortsumgehung: (von links) Dr. Daniela Sommer, Bernd Siebert, Matthias Stappert, Edgar Franke, Gerhard Rühmkorf, Tarek Al-Wazir, Thomas Viesehon, Jürgen Frömmrich, Claudia Ravensburg, Armin Schwarz, Dr. Reinhard Kubat, Iris Ruhwedel und Ferdinand Weber.

Vöhl-Dorfitter. Mit einem symbolischen Spatenstich an der Bundesstraße 252 begann der Bau der Ortsumgehung Dorfitter am Dienstag.

Die Strecke sei gut für die heimische Industrie, aber eine Belastung für die Orte, sagte Hessens Verkehrsminister Tarek Al-Wazir. Er prophezeite: „In fünf Jahren wird es ein völlig anderes Leben sein in Dorfitter.“

Mit dem Bau des gut drei Kilometer langen Abschnitts komme man „ein gutes Stück voran“, sagte Gerhard Rühmkorf, Ministerialdirigent im Bundesverkehrsministerium. Er war in Vertretung von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt gekommen, der aufgrund des Diesel-Skandals seinen Auftritt kurzfristig abgesagt hatte. „Für uns ist das heute ein großes Ereignis“, sagte Landrat Dr. Reinhard Kubat. Das betonte auch Vöhls Bürgermeister Matthias Stappert. „Immer wieder eingefordert, war doch bis vor zwei Jahren unklar, ob die Umgehung jemals gebaut würde.“

In Waldeck-Frankenberg gebe es „keinen relevanten Autobahnanschluss“, sagte Minister Al-Wazir. Die A 44 streife den Landkreis im Norden, die B 252 sei der Hauptverkehrsweg zwischen Nord und Süd. Das langfristige Ziel sei, eine gute Verbindung von Diemelstadt im Norden bis Marburg im Süden zu haben, „ohne eine Autobahn zu bauen“. Dafür brauche man aber nicht nur Geld, sondern auch einen langen Atem.

Spatenstich für Ortsumfahrung Dorfitter ist gemacht

Zum Spatenstich am Ortseingang von Dorfitter waren auch mehrere Protestgruppen gekommen. Die Wassersportgemeinschaft Eder-Diemelsee (WSGE) übergab 8000 Unterschriften an Gerhard Rühmkorf und die Initiative gegen Windkraft auf dem Mühlenberg zwischen Vöhl und Lichtenfels hatte eine Petition für Al-Wazir im Gepäck. Die BI aus Berndorf machte auf die starken Belastungen durch den Verkehr im Twistetaler Ortsteil aufmerksam und bat um schnellere Hilfe. (ren)

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