In Marienhagen gab es bereits mehrere Fälle von Brandstiftungen

Scheune zerstört: In Dorf in Waldeck-Frankenberg brannte es wieder

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Marienhagen. Ein Feuer hat in der Nacht zu Dienstag die Scheune eines landwirtschaftlichen Anwesens am Ortsrand von Marienhagen im Kreis Waldeck-Frankenberg zerstört.

Da es im Inneren angefangen habe zu brennen, gehe man deshalb von Brandstiftung aus. Verletzt wurde bei dem Feuer in der Nacht zu Dienstag niemand.

Bis auf Stroh- und Heureste sowie ein abgestelltes Wohnmobil sei das Gebäude leer gewesen, teilte ein Sprecher der Polizei mit. Etwa 75 Feuerwehrleute verhinderten, dass der Brand auf das direkt angrenzende sowie auf ein benachbartes Wohnhaus übergriff.

Im und rund um den Vöhler Ortsteil Marienhagen ist es in diesem Jahr bereits zu mehreren Brandstiftungen gekommen. So brannten in den vergangenen Monaten mehrfach Getreide- oder Stoppelfelder, Strohballen, ein ganzes Strohlager mit 280 Rundballen, eine Buswartehalle oder ein Mülleimer aus einer öffentlichen Toilettenanlage. In der Nacht zu Dienstag nun brach gegen Mitternacht ein Feuer in der Scheune eines derzeit leerstehenden landwirtschaftlichen Anwesens in der Straße Auf den Höfen aus.

Nach Eingang des Notrufes alarmierte die Leitstelle zunächst die Feuerwehren aus Marienhagen, Herzhausen, Thalitter und Obernburg sowie die Besatzung eines Rettungswagens zur Brandstellenabsicherung. Später rückten auch die Kameraden aus Korbach mit der Drehleiter und einem Tanklöschfahrzeug nach Marienhagen aus. Nach Auskunft von Gemeindebrandinspektor Bernd Schenk waren etwa 75 Freiwillige im Einsatz.

Beim Eintreffen der ersten Feuerwehrleute brannte die Scheune bereits in voller Ausdehnung, bald schon brannte das Dach durch und Teile des Dachstuhls brachen wenig später zusammen. Die Suche nach eventuell vermissten Personen im Haupthaus verlief ergebnislos - laut Schenk ist das Anwesen derzeit unbewohnt, nachdem der einzige Bewohner kürzlich gestorben war. Die Brandschützer bauten sogenannte Riegelstellungen auf, um das Wohnhaus des Hofes sowie ein Nachbaranwesen vor einem Übergreifen des Feuers - im Falle der Nachbarn durch Funkenflug - zu verhindern. In den Löscheinsatz eingebunden war neben zahlreichen Trupps von mehreren Seiten auch die Korbacher Drehleiter.

Es entstand ein Schaden von 60.000 Euro.

Schutz- und Kriminalpolizei nahmen noch in der Nacht die Ermittlungen zur Brandursache auf. Die Beamten waren mit mehreren Streifenwagen vor Ort. (mit dpa)

112-magazin.de 

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