Zu Gast beim Spende-Termin in Marienhagen

Urlaubszeit: Oft gibt es zu wenig Blutspender

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Bequeme Position auf der Liege: Blutspender Axel Bock aus Dorfitter wird von Jan Rading vom Blutspendedienst Baden-Württemberg/Hessen betreut. 

Trotz Urlaubszeit war bei einer vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) kürzlich im Dorfgemeinschaftshaus in Marienhagen angebotenen Blutspende-Aktion einiges los. 

Schon zu Beginn standen zahlreiche Spender in der Schlange und warteten auf eine freie Liege. Das ist allerdings nicht die Regel. Vor allem in den Sommerferien klagen die Mitarbeiter des DRK-Blutspendedienstes darüber, dass es zu wenige Spender gibt.  

Es ist punkt 16.30 Uhr. Im Dorfgemeinschaftshaus in Marienhagen stehen die Blutspender Schlange. „Der Termin wird hier immer sehr gut wahrgenommen“, berichtet Thomas Drössler vom DRK-Kreisverband Frankenberg. Gerade jetzt – in der Ferienzeit – sei das noch wichtiger als ohnehin schon. „Viele Menschen sind aktuell im Urlaub, daher werden Blutspender automatisch knapp.“ Er appelliere daher auch an mögliche Erstspender, die regelmäßigen Termine in ihrer Region aufzusuchen.

DRK-Blutspende: Thomas Drössler vom DRK-Kreisverband Frankenberg und Corinna Schröder vom DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg/Hessen.

In Marienhagen bietet das DRK drei- bis viermal im Jahr die Möglichkeit an, Blut zu spenden. Einer, der nahezu immer kommt, ist Axel Bock aus Dorfitter. Irgendwann sei ihm bewusst geworden, dass er mit seinem Blut anderen Menschen helfen könne und möglicherweise auch einmal selbst Hilfe benötige. „Ich habe zwar spät angefangen, mittlerweile ist dies hier aber auch schon meine 26. Blutspende“, berichtet der 49-Jährige. Bislang habe er das Blutspenden auch immer gut vertragen. „Als ich zum ersten Mal hierher kam, wurde mir auch alles in Ruhe erklärt. Die Menschen vom DRK sind sehr nett, da fühlt man sich gut aufgehoben.“

Zu den Mitarbeitern gehört auch Jan Rading. Er absolviert beim Deutschen Roten Kreuz derzeit ein Freiwilliges Soziales Jahr, das er nächste Woche beendet. Schon mehrmals war der mit dem DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg/Hessen aus Kassel in die umliegenden Städte und Gemeinden gefahren, um Spender zu betreuen. Punktieren dürfe er zwar nicht, dafür überwache er aber die Blutentnahme, begleite den Spender während seiner Zeit auf der Liege und kümmere sich zusammen mit seinen Kollegen um die Blutkonserven.

Kleine Plastikhülle: Darin befindet sich unter anderem der Ausweis, den Blutspender nach ihrem ersten Termin erhalten.

„Was mir am besten an dem Job gefällt ist, dass wir jeden Tag woanders sind und mit anderen Menschen zu tun haben. Allerdings haben wir häufig auch erst nachts Feierabend, weil die Blutspenden meistens bis in den Abend hinein gehen“, sagt Jan Rading und fügt hinzu: „Bis wir alles abgebaut haben und die Fahrt nach Hause hinter uns haben, gehen schon einige Stunden ins Land.“ Der 19-Jährige berichtet, dass er in dem Freiwilligen Sozialen Jahr schon bemerkt habe, dass die Bereitschaft zur Blutspende abgenommen habe.

Die Mengen an Blut werden anschließend aufbereitet. Am Ende stehen ein Erythrozyten-, ein Blutplasma- sowie sowie ein Thrombozytenkonzentrat für Patienten zur Verfügung. „Die Urlaubszeit mach uns zu schaffen, es fehlen Spender“, berichtet auch Corinna Schröder vom DRK-Blutspendedienst Baden-Württemberg/Hessen. „Akut-Fälle werden aber natürlich immer versorgt, dafür ist genug Blut da. Doch es kann vorkommen, dass geplante Operationen verschoben werden.“

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