Vöhls Bürgermeister Stappert ist seit einem Jahr im Amt

Im Dezember 2013 trat Bürgermeister Matthias Stappert in der Gemeinde Vöhl sein Amt an. Im ersten Amtsjahr beschäftigte er sich vor allem mit dem Thema Finanzen, sagt er. Foto: Rösner

Vöhl. Ein Jubiläum nach dem anderen stand dieses Jahr im Kalender des Vöhler Bürgermeisters. Die Feste brachten Abwechslung in die Verwaltungsaufgaben des neuen Bürgermeisters.

Schwerpunkte im ersten Amtsjahr von Matthias Stappert waren das Geld und die Schulden.

Seit genau einem Jahr ist Matthias Stappert nun Bürgermeister der Gemeinde Vöhl. Er nennt es ein „kurzweiliges, ereignisreiches Jahr“. Einige Erfolge zählt er auf, zum Beispiel die Umstellung der Kinderbetreuung auf privatrechtliche Grundlagen mit Jahresverträgen, regelmäßige Gespräche mit den Ortsvorstehern und den Amtsleitern im Rathaus, den gemeinsamen Bauamtsleiter mit Lichtenfels sowie den neuen Vöhler Gutschein. „Ein Vorzeigeprojekt gab es aber noch nicht“, meint der 45-Jährige. Er sei als neuer Bürgermeister nicht „mit einem großen Knall aufgeschlagen“.

Matthias Stappert wohnte bis vor einem Jahr in Westfalen und kannte sich in der dortigen Verwaltung aus. In der Gemeinde Vöhl musste er erst einmal das hessische Haushaltsrecht und Kommunalverfassungsrecht kennenlernen. „Ich kam von außen und kannte viele Vorgeschichten nicht“, sagt er.

Die Menschen einbinden 

Anstatt „von oben herab“ Dinge ändern zu wollen und zu verordnen, möchte er lieber die Menschen in Entwicklungen einbinden. Daher setzt er auch auf Gespräche mit den Ortsvorstehern, die einmal im Quartal stattfinden. Daraus habe sich bereits etwas Konkretes ergeben: Der Gemeindevorstand hat beschlossen, den Ortsteilen ab 2015 pro Jahr jeweils 500 Euro zur Verfügung zu stellen, plus 15 Cent je Einwohner. Die Ortsbeiräte können dann entscheiden, wofür sie das Geld ausgeben. Das soll auch die Gemeindeverwaltung entlasten.

So möchte Matthias Stappert in kleinen Schritten versuchen, den Schuldenberg abzubauen. Aber auch bei großen Dingen kann die Gemeinde sparen, ist er sich sicher. Er sei stolz darauf, dass die Kläranlage Asel nicht, wie zunächst vorgesehen, mit zwei Millionen Euro aufwändig saniert worden ist. Auf eine zusätzliche Reinigungsstufe zum Nitratabbau wurde verzichtet. Stattdessen sei die Kläranlage „ordentlich instand gesetzt“ worden, so dass sie trotzdem alle Grenzwerte erfülle, betont Stappert.

Was dem Bürgermeister künftig wichtig ist und wofür investiert werden soll, lesen Sie in der Printausgabe der Waldeckischen und Frankenberger HNA von Montag.

Von Stefanie Rösner

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