Anklage: Wählertäuschung und Volksverhetzung

Ex-Bürgermeister-Kandidat Henricus Pillardy erneut vor Gericht

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Henricus Pillardy hatte Volkmarsens Bürgermeister Harmtut Linnekugel bei der Wahl am 6. März 2016 herausgefordert.

Volkmarsen. Der selbst ernannte Satiriker Henricus Pillardy, Bürgermeisterkandidat 2016 in Volkmarsen, muss sich am 21. September in einem neuen Verfahren vorm Amtsgericht Korbach verantworten.

Es geht um den Verdacht der Wählertäuschung und der Volksverhetzung.

Ein erster Prozess war abgebrochen worden, weil ein Schriftgutachten eingeholt werden musste. Dem 23-jährigen Studenten wird vorgeworfen, sich Unterstützerstimmen für seine Bürgermeister-Kandidatur geholt zu haben, indem er vorgab, Unterschriften für das Freibad Ehringen zu sammeln.

Um als parteiloser Kandidat zur Bürgermeisterwahl antreten zu dürfen, hatte Pillardy 62 Unterschriften von Bürgern gebraucht. Bei der Bürgermeisterwahl im März 2016 hatte er 4,7 Prozent der Stimmen erhalten, Amtsinhaber Hartmut Linnekugel 95,3 Prozent. Damit blieb Linnekugel Rathauschef.

Zudem wurde Pillardy angeklagt, in einem Facebook-Posting vom 9. Januar 2016 nach den Ausschreitungen in der Silvesternacht 2016 in Köln dunkelhäutige Mitbürger beschimpft und sich verächtlich über sie geäußert zu haben. Zudem hatte er sich negativ über Frauen geäußert, die sich in jener folgenschweren Silvesternacht aufreizend gekleidet hatten.

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