Verdächtiger aus Göttingen verletzt sich bei Verfolgungsjagd

Mord, Brandstiftung, Hehlerei? Zwei Männer nach Feuer in Volkmarsen festgenommen

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In diesem Holzhaus am Ortsrand von Lütersheim wurde der 79-jährige Bewohner zum Opfer eines Gewaltverbrechens.

Die Polizei hat zwei Männer im Zusammenhang mit dem Tod eines 79-Jährigen bei einem Wohnhausbrand in Volkmarsen Ende November festgenommen.

In einer gemeinsamen Pressemitteilung berichten die Staatsanwaltschaft Kassel und die Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg, dass nach dem Brand eines Wohnhauses in Lütersheim ein 38-jähriger Mann aus Fulda festgenommen wurde, der unter dem Verdacht steht, den 79-jährigen Hausbewohner ermordet zu haben.

Im Zuge der weiteren polizeilichen Maßnahmen konnte am Sonntag ein zweiter Mann ermittelt werden, der in dem Verdacht steht, Gegenstände aus dem Eigentum des Opfers von dem 38-Jährigen unrechtmäßig erlangt zu haben. Bei dem Hehler handelt es sich um einen 48-Jährigen aus Göttingen, der sich am Sonntagnachmittag zunächst seiner bevorstehenden Festnahme in Göttingen durch Flucht entzog.

Er fuhr mit seinem dunkelblauen VW der Oberklasse von Göttingen über die A38 in Richtung Osten. Dabei verfolgten ihn Polizeibeamte einer Spezialeinheit des Polizeipräsidiums Nordhessen. Beim Verlassen der A38 an der Anschlussstelle Leinefelde-Worbis verlor der Flüchtige die Kontrolle über seinen Wagen und überschlug sich.

Der 48-Jährige konnte leicht verletzt festgenommen und musste zunächst in einem Krankenhaus behandelt werden. Auch er befindet sich zwischenzeitlich wegen des dringenden Verdachts der Hehlerei in Untersuchungshaft in einer Justizvollzugsanstalt.

Ende einer spektakulären Verfolgungsjagd: Der VW verunglückte auf der A38 bei Leinefelde, überschlug sich mehrfach und blieb auf dem Dach liegen.

Hintergrund: Am Dienstag, 20. November 2018, gegen 6 Uhr, ist nach dem Brand eines Wohnhauses am Ortsrand von Volkmarsen-Lütersheim im Erdgeschoss der einzige Bewohner, ein 79-jähriger Mann, tot aufgefunden worden.

An den folgenden Tagen untersuchten Brandermittler der Kriminalpolizei Korbach mit Sachverständigen des Hessischen Landeskriminalamtes Wiesbaden den Brandort. Bei den umfangreichen Untersuchungen stellten sie eindeutig fest, dass es sich um vorsätzliche Brandstiftung handelt. Weiterhin ergab die anschließende Obduktion, dass der 79-jährige Mann gewaltsam zu Tode kam.

Unter Federführung des zuständigen Kommissariats 10 der Kriminalpolizei Korbach richtete man eine Mordkommission mit dem Namen "MK Gertenberg" ein, der auch Ermittler des Polizeipräsidiums Nordhessen in Kassel angehören.

Im Rahmen der intensiv geführten Ermittlungen ergab sich ein Tatverdacht gegen einen 38-jährigen Mann aus Fulda, der am vergangenen Samstag in Fulda festgenommen werden konnte. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kassel erließ das Amtsgericht Kassel gegen ihn einen Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes. Der 38-Jährige sitzt seitdem in einer Justizvollzugsanstalt in Untersuchungshaft.

Bei der "MK Gertenberg" werden derzeit noch umfangreiche Ermittlungen zur Aufklärung des Tötungsdeliktes geführt. Die Polizei hat daher weiterhin folgende Fragen an die Bevölkerung:

Wer hat in der Nacht von Montag auf Dienstag (19./20. November 2018) im Umfeld des Wohnhauses verdächtige Personen oder Fahrzeuge gesehen?

Wer hat andere verdächtige Wahrnehmungen gemacht?

Wer kann Angaben zum Aufenthalt des 79-jährigen Bewohners von Sonntag, 18. November, bis Dienstag, 20. November 2018, machen?

Hinweise an die Kriminalpolizei in Korbach, Tel. 05631-971-0, oder bei jeder anderen Polizeidienststelle.

Holzhaus brannte in Volkmarsen-Lütersheim

Mann stirbt beim Brand seines Wohnhauses am Ortsrand von Lütersheim. Foto: Elmar Schulten
 © Elmar Schulten
Mann stirbt beim Brand seines Wohnhauses am Ortsrand von Lütersheim. Foto: Elmar Schulten
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